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06.12.2018 | Automatisiertes Fahren | Infografik | Onlineartikel

Schon wenige automatisierte Fahrzeuge können Staus verhindern

Autor:
Patrick Schäfer

Forscher an der University of California in Berkeley haben in einer Simulation gezeigt, dass schon wenige autonome Autos zähfließenden Verkehr und Staus verhindern können. Dazu nutzten sie Algorithmen einer KI.

KI-Forscher an der University of California in Berkeley programmierten für ihre Verkehrssimulation Algorithmen einer KI-Technik, die als Verstärkungslernen bezeichnet wird. Beim Verstärkungslernen erlernen die autonomen Fahrzeuge ihre Fähigkeiten durch das Prinzip von Versuch und Irrtum, um Muster aus der Vergangenheit auf neue Situationen anzuwenden. 

Die von den Berkeley-Forschern initiierten Verkehrsszenarien umfassen beispielsweise eine Ringstraße, Kreuzungen oder eine Flaschenhals-Verkehrsführung, bei der mehrere Spuren auf eine verengt werden. Diese Beispiele demonstrieren die Fähigkeit von automatisierten Fahrzeugen, die dabei auftretenden, sogenannten "Stoßwellen" der beteiligten Fahrzeuge – rekurrierend auf das Schockwellen-Experiment von Sugiyama – zu dämpfen.

Diese vorteilhaften Auswirkungen autonomer Autos auf den Verkehr stellt Autor Uwe Winkelhake in seinem Artikel "Auto-Mobilität im Jahr 2040" wie folgt dar: 

Autonome Autos fahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, sodass Staus und Unfälle der Vergangenheit angehören. Bei Fahrten über längere Distanz finden sich Fahrzeuge zu Platoons zusammen und optimieren so Platzbedarf und Verbrauch." 

Im Experiment der US-Forscher erhöhte schon ein Anteil von 10 Prozent der programmierten autonomen Fahrzeuge den Verkehrsfluss zum Teil auf das doppelte der durchschnittlichen Fahrzeuggeschwindigkeit. In der Simulation der Forscher konnten die selbstfahrenden Autos den Verkehr teilweise beschleunigen, indem sie vorausfahrende Fahrzeuge dazu zwangen, seltener zu bremsen.

Autonome Fahrzeuge werden zu Verkehrsmanagern

Diese Fähigkeit von automatisierten Fahrzeugen zu kooperativen Fahrmanövern zur Verbesserung des Verkehrsflusses werden auch positive Auswirkungen auf die Schadstoffbelastung haben, beschreiben auch Clausen und Klingner in ihrem Beitrag "Computer greifen zum Steuer" auf S. 393: "Wenn künftig autonome bzw. hochautomatisierte Fahrzeuge mit intelligenten Verkehrssteuerungen Informationen austauschen, kann dies zu einer deutlich effizienteren Nutzung bestehender Verkehrsinfrastrukturen und erheblichen Reduktionen verkehrsbedingter Schadstoffemissionen führen."

Entsprechende Untersuchungen von Audi oder zuletzt Jaguar Land Rovers Glosa zeigen, dass vernetzte Fahrzeuge, die über Car-to-X-Technik mit der Infrastruktur und Verkehrsampeln kommunizieren können, für eine sogenannte "grüne Welle" sorgen können. Stellen sich die folgenden Fahrzeuge auf die Geschwindigkeit eines vorausfahrenden, intelligenten Autos ein, können auch sie profitieren.

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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Automatisiertes Fahren

Computer greifen zum Steuer
Quelle:
Digitalisierung

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel Open Access

Die Rolle der KI beim automatisierten Fahren

Quelle:
Künstliche Intelligenz

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