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08.02.2018 | Automatisierung | Nachricht | Onlineartikel

Neue Studie zur Automatisierung im Werkzeugbau

Autor:
Nadine Klein

In einer aktuellen Studie werden Potenziale, Nutzen und Hindernisse der Automatisierung für den Werkzeugbau analysiert. Die Autoren zeigen, dass in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht und geben konkrete Handlungsempfehlungen für zukünftige Automatisierungs-Projekte.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT untersuchte mit der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie in der Studie "Erfolgreich Automatisieren im Werkzeugbau" den Automatisierungsgrad der Fertigung des deutschen Werkzeugbaus. Anhand von zehn Werkzeugbau-Betrieben bietet die Studie einen Einblick in Fertigungsstrukturen und vermittelt eine unternehmensinterne Sicht auf den Einsatz von Automatisierungslösungen. Der Trend zeigt, dass der deutsche Werkzeugbau die Automation seiner Prozesse bereits in Angriff genommen hat. Die Hälfte der befragten Unternehmen setzt seit mehr als fünf Jahren auf die Automatisierung in der Fertigung. Gleichzeitig verfolgen sieben der befragten Unternehmen Automatisierungs-Projekte.

Allerdings macht die Studie deutlich, dass in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht: Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müsse sich der Werkzeugbau aus seiner Tradition als meist handwerklich orientiertes Gewerbe hin zu einer industriellen Produktion weiterentwickeln. Individuell angepasste Automatisierungskonzepte könnten dem Werkzeugbau hier sehr helfen. Darüber, welche Vorteile eine Automation mit sich bringt, sind sich die Betriebe einig: Sie erhöht die Produktivität und verkürzt die Durchlaufzeiten. Die erforderlichen hohen Investitionskosten offenbaren hingegen für alle Befragten den größten Nachteil.

Sechs Handlungsfelder für eine erfolgreiche Automatisierung

Um die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Automatisierungslösungen zu schaffen, benennt die Studie sechs aufeinander aufbauende Handlungsfelder:

  1. Sichere Beherrschung der eigenen Fertigungsprozesse
  2. Bauteil- und Prozessstandardisierung
  3. Datendurchgängigkeit entlang der Prozesskette
  4. Aktive Einbeziehung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Automatisierungsprojekten
  5. Eine ganzheitliche Maschinenverkettung
  6. Die Investitionskosten sind nach Auswertung das größte Implementierungshindernis. Das Fraunhofer IPT hat deshalb eine Methodik zur Bewertung von Automatisierungsproblemen entwickelt, die Unternehmen geeignete Entscheidungsgrundlagen für Investitionsvorhaben bietet und qualitative wie monetäre Aspekte berücksichtigt.

Die Studie "Erfolgreich Automatisieren im Werkzeugbau" ist kostenlos im Internet verfügbar.

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