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14.09.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neuer Kraftstoff-Sensor für Nfz-Motoren erkennt kleinste Verunreinigungen im Diesel

Autor:
Andreas Burkert

Nach vier Jahren Forschung hat Continental jetzt ein Muster eines neuen Kraftstoffqualitätssensors (Fuel Quality Sensor) fertiggestellt und zum Test sowie zur Fahrzeugintegration an mehrere Nfz-Hersteller ausgeliefert. Im Rahmen des Euripides Forschungsprojekts wurde ein Kraftstoffqualitätssensor entwickelt, der zum einen das veränderliche Diesel-Biokraftstoffgemisch im Tank und seine aktuelle Cetanzahl mit einer angestrebten Genauigkeit von ±5 Prozent Biodiesel bestimmen kann.

Auf der Grundlage dieser Information kann die Verbrennungsstrategie und die Nacheinspritzung als Teil der Abgasnachbehandlung so angepasst werden, dass der Motor mit bestmöglicher Effizienz und bei geringsten Emissionen läuft.

Zum anderen kann er den Kraftstoff auf Verunreinigungen untersuchen und damit eine konstante Emissionsqualität und die Systemhaltbarkeit sicherstellen. Gelingt das nicht, so können Verunreinigungen im Diesel die Haltbarkeit des Motors und der Abgasnachbehandlungssysteme verringern: Um den Kraftstoff auf eine umfassende Liste von chemischen Bestandteilen untersuchen zu können - einschließlich Schwefel - hat Continental den Sensor basierend auf einem optischen Messprinzip entwickelt.

"Im Grunde handelt es sich dabei um ein miniaturisiertes Kraftstofflabor", erläutert Hervé Richard, Projektleiter Kraftstoffqualitätssensor bei Sensors & Actuators, Division Powertrain. "Es erkennt den optischen Fingerabdruck des Kraftstoffs und ermöglicht damit eine Feinabstimmung des Motormanagements. Zugleich erfasst der Sensor problematische Substanzen wie Schwefel, Wasser oder Ottokraftstoff im Diesel." Indem er diese Information bereit stellt, kann der Kraftstoffqualitätssensor dabei helfen, Verunreinigungen rechtzeitig zu entdecken, bevor sie Schäden wie etwa eine Vergiftung der Abgasnachbehandlung anrichten können. Je nach dem Ausmaß an Verunreinigungen können geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um Schäden und Haftungsstreitigkeiten zu vermeiden.

Da der Energieinhalt des Kraftstoffes von seiner genauen chemischen Zusammensetzung abhängt, beeinflusst eine wechselnde Zusammensetzung den Verbrennungsprozess in sauberen, effizienten Nfz-Dieselmotoren. Die Kraftstoffeigenschaften können zudem den Wirkungsgrad, die Emissionen und die Haltbarkeit moderner Dieselmotoren stark beeinflussen. Ein überhöhter Schwefelanteil beispielsweise kann dem Motor schaden.

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