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21.03.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Alfa Romeo Giulietta ist erstes Modell auf neuer C-Plattform

Autor:
Katrin Pudenz

Der neue Alfa Romeo Giulietta markiert die Premiere einer neuen C-Segment-Plattform der Fiat Group Automobiles. Die gesamte Struktur der Plattform zeigt sich steifer und ermöglicht ein agileres Fahrverhalten - ohne gegenüber der Vorgänger-Generation an Gewicht zuzulegen. Eingesetzt werden hoch- und höchstfeste Stähle, die mehr als 90 Prozent der Masse ausmachen. Einige der strukturell, vor allem im Bereich der klar definierten Deformationszonen beanspruchten Komponenten, bestehen aus warmgeformten, oberflächenvergüteten Stählen.

Für zahlreiche Elemente, die mit der eigentlichen Karosseriestruktur verschraubt sind, kommen Leichtbau-Materialien zum Einsatz. So wird der vordere Querträger, der die Vorderradaufhängungen mit dem dritten Lastpfad verbindet, aus gepresstem Aluminium gefertigt. Für die Struktur des hinteren Stoßfängers und die Energie absorbierenden Teile des dritten Crashpfades kommt ein thermoplastischer Kunststoff, der im Verhältnis zu seinem geringen spezifischen Gewicht große Mengen an kinetischer Energie aufnehmen kann, namens "Xenoy" zum Einsatz. Die Komponenten des dritten Lastpfades absorbieren die Aufprallenergie bei geringeren Geschwindigkeiten, so dass Kollisionen für Fußgänger mit deutlich gemilderten Folgen ablaufen. Verglichen mit herkömmlichen Stahlstrukturen zeichnen bereits diese Maßnahmen für eine Gewichtsersparnis von 8,5 Kilogramm vorn und vier Kilogramm im Heckbereich verantwortlich.

Eine weitere Eigenschaft der Plattform, so das Unternehmen, sei ihre Modularität. Durch diese eigne sie sich auch für Modellfamilien mit unterschiedlichen Radständen. Die eigentliche Bodengruppe kann in der Mitte und zu den Seiten hin durch mehrere Teile ergänzt werden, ohne dass die widerstandsfähigen Chassis-Strukturen an Front und Heck beeinträchtigt werden.

Für den http://www.atzonline.de/index.php;do=show/id=10979/alloc=1 wurden zudem die Vorderachse und das Layout der hinteren Radaufhängungen überarbeitet, erklärt der Automobilhersteller. So wurde die vordere McPherson-Konstruktion mit Blick auf Abstützung gegen Seitenkräfte optimiert. Gleichzeitig sank ihr Gewicht gegenüber den zuvor eingesetzten Gussstahl-Komponenten aufgrund des verwendeten Aluminiums um vier Kilogramm. Eine Neuentwicklung stellt auch die hintere Mehrlenker-Hinterachse dar. Ihre flache und raumsparende Bauweise schaffe zusätzliches Gepäckvolumen und realisiere aufgrund besonders leichter Aluminium-Querlenker einen Gewichtsvorteil von zehn Kilogramm im Vergleich zu konventionellen Mehrlenker-Konstruktionen.

Mit der neuen "Compact"-Architektur der C-Segment-Plattform setzt der Konzern seine Produktstrategie fort, die Fahrzeuge der verschiedenen Konzernmarken - bei aller Eigenständigkeit - auf einer gemeinsamen Plattform zu produzieren. Den Auftakt dazu bildeten die Mini-Architektur für das A-Segment sowie die Small-Plattform für die Automobilkategorien B und L0. Mit der C-Segment-Plattform folgt jetzt eine Ausgangsbasis für eine ganze Reihe künftiger Modelle und Baureihen.

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