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16.08.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Autonomer Rennwagen soll menschliche Intuition lernen

Autor:
Christiane Brünglinghaus

US-Wissenschaftler haben einen autonom fahrenden Audi TT mit rund 200 km/h über eine Rennstrecke fahren lassen. Bei den Tests des Dynamic Design Lab (DDL) der Universität Stanford unter der Leitung von Professor Chris Gerdes und des Volkswagen Electronics Research Lab auf dem Thunderhill Raceway, nördlich von Sacramento, Kalifornien, habe das Roboterauto "Shelley" annähernd die Rundenzeiten professioneller Rennfahrer erreicht. Und von diesen Profis soll das autonome Fahrzeug nun effizienteres Fahrverhalten lernen. Dazu sollen am kommenden Wochenende die Biodaten zweier Fahrer während eines Rennens erfasst werden.

Die Erfahrungen und Messdaten, die während der Tests mit Shelley gesammelt werden, sollen dabei helfen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Diese Informationen könnten eines Tages dazu beitragen, dass sich Fahrzeuge im Straßenverkehr autonom bewegen lassen. Mittelfristig sei ein bordeigener Copilot denkbar, der den Fahrer bei gefährlichen Fahrsituationen unterstützt. Für den DDL-Leiter Gerdes ist das Fahren am Limit die beste Möglichkeit um zu lernen, welchen Belastungen ein Fahrzeug in Gefahrensituationen ausgesetzt ist und wie man mit diesen umgeht.

Shelley berechnet eine theoretisch schnellste Linie um eine Rennstrecke und kann diesen Kurs mithilfe präziser Korrekturen einhalten. Doch obwohl es nur wenig Abweichung zwischen der Linie, die der professionelle Rennfahrer fährt, und dem Kurs, der von Shelleys Algorithmus berechnet wird, gibt, schlagen die besten Rennfahrer das Roboterauto auf der knapp 5 Kilometer langen Rennstrecke um wenige Sekunden. Der Grund sei die intuitivere Fahrweise von Menschen, geben die Wissenschaftler an. Beispielsweise könne ein Mensch eine Kurve doch etwas weiter nehmen, wenn er meint, dass dadurch die nächste Kurve besser angefahren werden könne.   Die US-Forscher werden nun vom 17. bis 19. August bei der Rolex Monterey Motorsports Reunion am Laguna Seca Raceway, Kalifornien, zwei professionelle Fahrer mit einem verkabelten Rennanzug ausstatten. Es sollen unter anderem Körpertemperatur und Herzschlag genau mithilfe verschiedener Biosensoren aufgezeichnet werden. Um herauszufinden, welche Fahrsituationen und Manöver besonders viel Aufmerksamkeit und Intelligenz erfordern, wird auch die Gehirnaktivität der Rennfahrer gemessen. Die so gewonnenen Biodaten werden dann mit den mechanischen Daten des Fahrzeugs verglichen, einem Ford GT40 Baujahr 1966, den die Forscher mit Feedback-Sensoren ähnlichen denen in Shelley ausgestattet haben.

Gerade sind autonome und teilautonome Fahrzeuge Gegenstand intensiver Forschungsarbeit. Derzeit testet Cadillac im Straßenbetrieb ein System zum teilautonomen Fahren für Pkw. Die Technik namens http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/15790/Super-Cruise-Cadillac-arbeitet-am-selbstfahrenden-Auto.html ist in der Lage, unter speziellen Voraussetzungen auf der Autobahn vollkommen automatisch zu lenken, zu bremsen und die Spur zu halten. Auch der Automobilzulieferer http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/15615/Ueber-6000-Meilen-auf-oeffentlichen-Strassen-Continental-testet-hochautomatisiertes-Fahren.html. Über eine Gesamtstrecke von mehr als 6000 Meilen hat das Unternehmen das hochautomatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada erprobt. Einen http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/16465/Lenkeinkriff-im-aeussersten-Notfall-MIT-entwickelt-semiautonomen-Copiloten.htmlentwickeln derzeit Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dieser soll praktisch, aber nur im äußersten Notfall, dem Autofahrer vorsichtig ins Lenkrad greifen können.

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