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20.08.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Fonds der Chemischen Industrie fördert Elektrochemie der TU Ilmenau

Autor:
Katrin Pudenz
2 Min. Lesedauer

Unterstützung für die Technische Universität (TU) Ilmenau: die TU erhält vom Fonds der Chemischen Industrie 10.000 Euro für neue Geräte zur Verbesserung der Ausbildung in der Elektrochemie, insbesondere bei der Entwicklung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren.

Die Technische Universität Ilmenau erhält vom Fonds der Chemischen Industrie 10.000 Euro Unterstützung. Davon sollen neue Geräte zur Verbesserung der Ausbildung in der Elektrochemie, insbesondere bei der Entwicklung hocheffizienter Lithium-Ionen-Akkus angeschafft werden. Die finanzielle Zuwendung ermöglicht es dem Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik, einen so genannten Batteriezyklierer und einen Dispergator, ein Werkzeug zum Mischen von Elektrodenmaterialien, anzuschaffen. Dadurch wird es den Studierenden verschiedener Fachrichtungen ermöglicht, eigenständig hochmoderne Lithium-Ionen-Akkus herzustellen und zu untersuchen. Die Entwicklung und Erprobung neuartiger Materialien in Forschung und Lehre der TU Ilmenau tragen laut Angaben aus Ilmenau dazu bei, Lithium-Ionen-Akkus mit gesteigerter Leistungsfähigkeit, erhöhter Energiedichte und Lebensdauer zu entwickeln.

Der Fonds der chemischen Industrie, das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland wie auch die Entwicklung und Einführung neuer Lehrinhalte im Chemiestudium, damit die Chemieausbildung mit den Anforderungen der Wirtschaft und mit modernen Entwicklungen in der Elektrochemie Schritt halten kann, erläutert die TU. So hatte das Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik der TU Ilmenau unter der Leitung von Professor Andreas Bund bereits im vergangenen Jahr 29.000 Euro für einen neuen Messplatz erhalten, der nun Studierenden der Studiengänge Werkstoffwissenschaft, Biotechnische Chemie und Regenerative Energietechnik zur Verfügung steht. Die erneute Förderung des Verbandes der Chemischen Industrie verdeutliche nicht nur, wie wichtig das Thema Elektrochemie für die Wirtschaft ist, Andreas Bund verstehe sie auch als Wertschätzung des Verbandes für die hohe Ausbildungsqualität an der TU, heißt es aus Ilmenau. "Unsere Universität gehört zu den wenigen deutschen Hochschulen, die einen Schwerpunkt auf Elektrochemie und Galvanotechnik setzen, und das sowohl in der Forschung, als auch in der Ausbildung. Andere Universitäten lehren diese Fächer eher als Randdisziplinen innerhalb eines Chemie- oder Werkstoffwissenschaftenstudiums", erläutert Bund.

Der Masterstudiengang Elektrochemie und Galvanotechnik, in dem Studierende ein umfassendes Verständnis für elektrochemische Vorgänge erhalten, wurde zum vergangenen Wintersemester an der TU Ilmenau eingeführt. Von der Förderung des Fonds der Chemischen Industrie profitiert nun ein Praktikum, bei dem im Labor Lithium-Ionen-Akkus nach dem heutigen Stand der Technik hergestellt und untersucht werden. In dem Studium werden neben aktuellen Themen zur elektrochemischen Energiespeicherung und Energiewandlung auch klassische Technologiefelder wie Oberflächentechnik und Korrosionsschutz gelehrt und erforscht, so dass den Studierenden ein weites Feld an zukunftsträchtigen Berufen offen steht.

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