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22.04.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Aston Martin Rapide S mit Wasserstoff-Hybridsystem von Alset Global

Autor:
Katrin Pudenz
2 Min. Lesedauer

Twin-Turbo, 412 kW Leistung, befeuert mit Benzin, Wassersstoff oder mit einem Benzin-Wasserstoff-Gemisch: am 19. und 20. Mai 2013 wird ein Aston Martin Rapide S, der mit einem Wasserstoff-Hybridsystem von Alset Global ausgestattet ist, beim 41. ADAC Zurich 24-h-Rennen auf dem Nürburgring an den Start gehen.

Das Wasserstoff-Hybridsystem von Alset Global besteht aus einem Wasserstoffversorgungssystem, einem Wasserstofftank und einem speziellen Motormanagementsystem. Die Stärke dieser Wasserstoff-Hybridtechnik soll in der fahrsituationsabhängigen, flexiblen Steuerung des Verbrennungsprozesses liegen. Es werde wahlweise reiner Wasserstoff, reines Benzin oder ein beliebiges Gemisch aus beiden Treibstoffen eingespritzt, um ein Optimum an Leistung, Beschleunigung und CO2-Reduktion zu erzielen. Diese Verbrennungssteuerung führe zu einem kraftvollen und dynamischen Antriebssystem, das die Leistungsfähigkeit eines Sportwagens bietet - mit dem CO2-Ausstoß eines Kleinstwagens, erläutert das 2005 gegründete Unternehmen, das einen starken Fokus auf den Wasserstoffsektor gelegt hat.

Die Wasserstofftechnik wurde in den vergangenen acht Jahren entwickelt und patentiert. Sie soll keine flächendeckende Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur, benötigen. Es müssen aufgrund der Einfachheit des Wasserstoffsystems, wie die Experten berichten, lediglich minimale mechanische Änderungen an herkömmlichen Basismotoren vorgenommen werden. Anpassungen in welcher Form wurde jedoch leider nicht spezifiziert.

Vier Kohlefasertanks mit einem Inhalt von 3,23 kg Wasserstoff - zwei Tanks sind neben dem Fahrer untergebracht und zwei im Kofferraum - und das Wasserstoffsystem, das Alset und seine Partner entwickelt haben, wurden vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) freigegeben. Darüber hinaus soll der Einsatz des 6,0-l-Turbomotors zeigen, dass Motoren- Downsizing oder Elektrifizierung nicht die einzigen Wege sind, um niedrige Emissionen zu erreichen. Entscheidend sei, dass das Wasserstoff-Hybridsystem das Fahrerlebnis nicht beeinträchtige. Im reinen Wasserstoffbetrieb wollen Aston Martin und Alset Global demonstrieren, dass eine Runde mit null CO2-Emissionen auf der Nordschleife möglich ist und praktisch nur Wasser durch das Auspuffrohr emittiert werde.

Alset Global verfügt über eine Reihe von Patenten hinsichtlich der Einspritztechnik und Steuerung des Verbrennungsprozesses, die das Kernstück des geistigen Eigentums des Wasserstoff-Hybridsystems bilden. Magna Steyr hat den Speichertank und das Druckregelsystem entwickelt. Gigatronik unterstützte bei der Umsetzung des Sicherheits- und Tanksteuerungskonzepts und entwickelte das H2-Steuergerät. Der TÜV Süd hat das Sicherheitskonzept und die technische Umsetzung des Wasserstoffsystems geprüft, Linde wird den Wasserstoff und die Betankungsanlage für das Rennen zur Verfügung stellen.

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