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28.02.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Bielefelder Chemiker für Analyse der Biokraftstoff-Verbrennung ausgezeichnet

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Auf der diesjährigen 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie, die vom 27. Februar bis 2. März 2011 in Dortmund stattfindet, ist der Chemiker Dr. Patrick Oßwald der Universität Bielefeld mit dem Wolfgang-Paul-Studienpreis geehrt worden. In seiner ausgezeichneten Dissertation hat sich Oßwald mit der systematischen Analyse der Verbrennung von prototypischen Biokraftstoffen befasst. Die Preisverleihung erfolgte gestern an der Universität Dortmund und ist mit einem Plenarvortrag sowie einem Preisgeld verbunden.

Oßwald hat mehrere massenspektrometrische Verfahren für die Flammenanalyse verknüpft, um anhand der experimentellen Daten die Reaktionswege in Abhängigkeit von der Struktur des jeweiligen Kraftstoffs erkennen zu können. Eine der von ihm benutzten Techniken ist die Massenspektrometrie mit Photoionisation unter Einsatz von Strahlungsquellen aus Speicherringen, so genannten Synchrotrons. Nur mit solchen speziellen Lichtquellen könnten aus den reaktiven Zwischenprodukten in der Flamme, die sich wegen ihrer geringen Konzentrationen meist konventionelleren Analysen entziehen, entscheidende Hinweise auf die Schadstoffentstehung abgeleitet werden. Die Information über die nachgewiesenen Molekülstrukturen bei gleichzeitiger quantitativer Bestimmung aller vorhandenen chemischen Substanzen sei dabei besonders wichtig. Beispielsweise komme Butanol in vier unterschiedlichen Formen vor. Mithilfe der neuen Analysemethoden sei nun eine Bewertung des Schadstoffpotenzials aller vier Varianten möglich.

Der jährlich vergebene Preis für die innovativste Dissertation im Bereich der Massenspektrometrie erinnert an Wolfgang Paul, der 1989 für seine Arbeiten zu Ionenfallen den Nobelpreis für Physik erhielt.

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