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11.03.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Der neue Golf Variant: mit Platz für fünf Erwachsene, als Allradversion und Concept R-Line

Autor:
Katrin Pudenz

Die erste Generation des Golf Variant kam vor 20 Jahren auf den Markt. Nun präsentiert Volkswagen auf dem 83. Genfer Auto-Salon in einer Weltpremiere den neusten Golf Variant. Der Automobilhersteller erweitert damit das Golf-Spektrum auch in der aktuellen Generation um einen Kombi. Als Premiere dabei ist zudem der allradgetriebene Golf Variant 4Motion. In Vorbereitung hat der Wolfsburger Automobilhersteller zudem den Golf Variant TGI Bluemotion mit Erdgasantrieb (CNG). Ebenso wird in Genf die Studie einer besonders sportlichen R-Line-Version gezeigt: der Golf Variant Concept R-Line.

Analog zum Golf mit Schrägheck-Karosserie kommen auch im neuen Golf Variant zwei komplett neu entwickelte Motorgenerationen zum Einsatz. Alle sieben Versionen sind dabei wie eingangs erwähnt mit einem Start-Stopp-System (etwa vier Prozent Verbrauchsreduzierung) und Rekuperationsmodus (CO2-Reduktion von rund drei Prozent) ausgerüstet. Geschaltet wird der neue Golf Variant je nach Motorversion über Fünf- und Sechsgang-Getriebe. Die meisten TSI und TDI können zudem mit einem automatischen Direktschaltgetriebe (DSG) kombiniert werden. Die Ottomotoren (TSI der Baureihe EA211) leisten 63, 77, 90 und 103 kW. Der 1.2 TSI Bluemotion Technology mit 77 kW verbraucht beispielsweise 5,1 l/100 km (DSG: 5,0 l/100 km), ist aber bei Bedarf bis zu 193 km/h schnell. Die neuen Dieselmotoren (TDI der Baureihe EA288) für den Golf Variant an erstrecken sich über ein Leistungsspektrum von 77 über 81 und 110 kW. 3,3 l/100 km verbraucht beispielsweise die 81-kW-TDI-Bluemotion-Version. Selbst der 320 Nm starke 110-kW-TDI nähere sich mit 4,2 l/100 km der 4-l-Vernauchsmarke.

Wie schon beim klassischen Golf mit Schrägheck, konnte auch das Gewicht des Variant deutlich reduziert werden. Gegenüber dem Vorgänger wurde der neue Golf Variant um bis zu 105 Kilogramm leichter. Das Kofferraumvolumen hat sich gegenüber dem Vorgänger-Variant von 505 auf 605 Liter (bis zur Rücksitzlehne beladen) vergrößert. Bis an die Lehnen der Vordersitze und unter das Dach beladen, bietet die neue Version ein Stauvolumen von 1620 Liter (Vorgänger: 1.495 Liter). Die Laderaumlänge bis zur Rückbank beträgt 1055 Millimeter, zu den Rücklehnen der Vordersitze 1831 Millimeter; für die kleinste Breite im Gepäckraum ergibt sich ein Maß von 1003 Millimeter. Die Ladekante ist 630 Millimeter hoch. Ausstattungsseitig besitzt der Kombi als Gepäckraumabdeckung ein Rollo mit einer zweistufigen Aufrollautomatik. Das Rollo kann bei Nichtgebrauch ebenso wie die Netztrennwand unter dem Ladeboden verstaut werden. Beim neuen Golf Variant lässt sich zudem nun der Ladeboden in der Höhe einstellen respektive in verschiedenen Stellungen arretieren oder ganz ausbauen. Neu konzipiert wurde die Fernentriegelung der Rücksitzlehnen im Kofferraum und die Lehnenklappung selbst. Ebenfalls neu an Bord des Gepäckraums: vier Taschenhaken.

Im Exterieur folgt der 4562 Millimeter lange Golf Variant (plus 307 Millimeter gegenüber Schrägheck) bis zum Abschluss der vorderen Türen der Linienführung des Golf Schrägheckmodells. Ab den B-Säulen entwickelt sich dann allerdings durch gezielte Design-Modifikationen und ein Plus an Raum ein eigenständiger Golf Variant. Der Kombi sei von Beginn an ein planmäßiges Mitglied der Baureihe gewesen - das neue Variant-Modell wurde daher nicht vom Viertürer abgeleitet, sondern parallel entwickelt. Den Designern sei es gelungen, die wie ein Bogen gespannte Form der für den klassischen Golf so typischen C-Säule auf die D-Säule des Variant zu übertragen; das dritte Seitenfenster in diesem Bereich ist dabei visuell ein Teil der D-Säule.

Der Golf Variant wird in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline lieferbar sein. In den Ausstattungen Trendline und Comfortline wird es den neuen Golf Variant TDI Bluemotion geben. Der differenziert sich optisch wie technisch von den anderen Modellen der Baureihe. Das mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,3 l/100 km sparsamste Modell der Baureihe ist von vorn an einem teilgeschlossenen Kühlerschutzgitter zu erkennen. Hinten sind es die sogenannten Flaps am Heckscheibenrand, die den Golf Variant als TDI Bluemotion ausweisen. Darüber hinaus ist das Effizienzmodell unter anderem mit aerodynamisch optimierten Unterboden- und Radhausverkleidungen, einer um 15 mm reduzierten Bodenfreiheit und Super-Rollwiderstandsreifen ausgerüstet.

Golf Variant Concept R-Line

Der Golf Variant Concept R-Line setzt sich im Exterieur unter anderem mit einer individualisierten Frontpartie, einem ebenfalls modifizierten Heck, einer kraftvollen Schwellerleiste und neuen 18-Zoll-R-Line-Felgen in Szene. Ledersportsitze und weitere Elemente in Carbonfaser-Optik prägen das Interieur. Für Vortrieb sorgt ein 110 kW starker 2,0-l-TDI-Motor. Die Kraft des Antriebs (bis zu 320 Newtonmeter) wird über den Allradantrieb 4Motion (mit neuer Haldex-5-Kupplung) auf die Straße übertragen.

Ein prägnantes optisches Merkmal der Studie ist eine in Hochglanzschwarz gehaltene Schwellerleiste. Sie erstreckt sich jedoch nicht allein auf die bis in die Radhäuser hineinreichenden Seitenschweller; sie ist vielmehr nahezu umlaufend. Der neu gestaltete Stoßfänger im R-Line-Design weist mittig eine dominante Kühlluftöffnung auf, die nach unten durch eine Chromleiste und den in Wagenfarbe (Lapiz Blue Metallic) lackierten Frontspoiler begrenzt wird. Links und rechts wird diese Kühlluftöffnung von zwei diagonalen, ebenfalls in Wagenfarbe lackierten Streben eingerahmt. Außen davon angeordnet ist jeweils ein weiterer Lufteinlass mit einem dort eingesetzten Nebelscheinwerfer. Darunter befinden sich, als optische Fortsetzung der schwarzen Seitenschweller, die markanten Splitter (Aerodynamik-Anbauteile).

Das modifizierte Design des Heckbereichs wird durch einen schwarzen Diffusor geprägt, in den auf der linken Fahrzeugseite das in Chrom ausgeführte Doppelendrohr der Abgasanlage integriert wurde. Der Diffusor wird seitlich wiederum durch die optisch umlaufende Fortsetzung der Schwellerleiste eingerahmt. Ebenfalls im R-Line-Design gestaltet ist der Dachkantenspoiler.

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