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02.05.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Projekt Biofire: Verfahren zur Ermittlung von Diesel-Kraftstoffkennzahlen

Autor:
Katrin Pudenz

Das Forschungsprojekt Biofire (biogenic Fuel lgnition Research) befasst sich mit der Entwicklung eines neuen Verfahrens für die exakte Ermittlung von Diesel-Kraftstoffkennzahlen (Cetan). Beheimatet ist das Projekt am Institut für Angewandte Forschung (IAF) der Hochschule. Dort beschäftigen sich die Mitarbeiter im Kompetenzfeld "Motor und Antriebstrang" in den kommenden drei Jahren mit dem Projekt. "Mit dem Forschungsvorhaben können wir dazu beitragen, die Qualitätsprüfung von Treibstoffen effizienter zu gestalten", erläutert Prof. Karl Huber, Leiter des Forschungsprojekts, einen Vorteil des neuen Verfahrens.

Seit Einführung vor rund 80 Jahren wurde das Verfahren zur Ermittlung der Kraftstoffkennzahlen (Oktan, Cetan) nicht mehr verändert, berichtet die Hochschule. Bisher sei dieses Verfahren stets ausreichend gewesen. Nun müsse jedoch für die Bestimmung von Kraftstoffen, welche sich durch einen zunehmenden Anteil biogener Komponenten auszeichneten, eine neue Testmethode entwickelt werden. Der Grund dafür ist, dass biogene Kraftstoffe im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen andere chemische und physikalische Eigenschaften aufweisen, so die Hochschule. Diese könnten von der herkömmlichen Methode zur Kennzahlbestimmung nicht berücksichtigt werden. Mit dem neuen Verfahren soll es zukünftig möglich sein, konventionelle wie auch biogene Treibstoffe hinsichtlich ihrer Eigenschaften zur Selbstentflammung zu bewerten. Die sei für die dieselmotorische Verbrennung von Bedeutung. Die Anpassung der Motoren an die genaueren Messdaten ermögliche eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs und damit der Schadstoffemissionen, so die Hochschule. "Eine Erhöhung der Beimischungen scheint aufgrund der immer noch steigenden Nachfrage nach Dieselkraftstoffen unausweichlich", so Huber weiter. Das neue Verfahren könne dazu beitragen, die Übergangsphase von fossilen zu alternativen Antrieben einfacher zu gestalten und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Gefördert wird das über drei Jahre laufende Vorhaben von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) aus dem Bundeshaushalt des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Außerdem besteht eine Kooperation mit der österreichischen Firma Rofa.

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