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04.03.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

BMW-Werk Landshut beginnt mit der Carbon-Produktion

Autor:
Ulrich Knorra

Die BMW Group hat am vergangenen Freitag, 2. März 2012, in ihrem Landshuter Komponentenwerk eine neue Fertigungsstätte für ultraleichte Carbonteile in Betrieb genommen. "Als Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität ist das BMW Werk Landshut von zentraler Bedeutung für die Fertigung von Komponenten aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen", sagte Dr. Herbert Diess, Mitglied des BMW-Vorstands für Einkauf und Lieferantennetzwerk. Die am Standort Wackersdorf gefertigten Carbonfaser-Gelege werden im BMW-Werk Landshut zu CFK-Karosserieteilen weiterverarbeitet und an das Werk Leipzig geliefert, wo ab 2013 der BMW i3 und der BMW i8 produziert werden.

Der bislang als Megacity Vehicle bekannte i3 ist das erste Großserienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus Carbon. Die Produktion des elektrisch angetriebenen i3 im Werk Leipzig startet im Jahr 2013. 2014 soll der BMW i8, ein Plug-in-Hybridsportwagen mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor, folgen. "Wir sehen in Carbon einen bedeutenden Hightech-Werkstoff der Zukunft. Carbonfasern werden die Art und Weise verändern, wie wir Autos entwickeln und bauen", sagte Diess. "Wir glauben an diesen Werkstoff, und wir sind Vorreiter auf diesem Gebiet."

Die neue CFK-Fertigung in Landshut ermögliche die automatisierte Großserienfertigung von Carbonteilen, hieß es weiter. BMW besitze am Standort Landshut bereits seit mehr als zehn Jahren Verfahrens-Know-how und Werkstoffkompetenz für CFK. Aktuell komme das Material bereits für Komponenten der BMW M-Modelle zum Einsatz. Das neue CFK-Zentrum in Landshut werde für die BMW i Modelle künftig rund ein Drittel der Karosseriekomponenten aus Carbon fertigen. Weitere zwei Drittel der benötigten CFK-Bauteile würden direkt am Montageort der Fahrzeuge in Leipzig gefertigt.

Nach rund sechsmonatiger Planungszeit, dem Spatenstich im Juli 2010 und einer Bauzeit von acht Monaten wurde das neue, rund 7000 Quadratmeter große CFK-Produktionsgebäude in Landshut nun fertig gestellt. Die Investitionen liegen bei rund 40 Millionen Euro. Bis zu 100 Mitarbeiter werden in der CFK-Fertigung ihren Arbeitsplatz finden. Künftig werden insgesamt drei Pressenstraßen für CFK-Karosseriekomponenten betrieben. Jede der drei Pressen hat eine Presskraft von bis zu 36.000 Kilonewton. Das Gewicht der Presswerkzeuge liegt bei rund 85 Tonnen.

Auch in ökologischer Hinsicht soll das neue Produktionszentrum Maßstäbe setzen. Das Produktionskonzept ziele auf eine optionale Nutzung der Fertigungsflächen sowie eine deutliche Reduzierung des Primärenergieeinsatzes. Durch technische Maßnahmen werde der Energieverbrauch des Gebäudes um ein Viertel unter den gesetzlichen Vorgaben liegen. Dazu würden natürliche Ressourcen wie Licht, Luft und Wasser genutzt.

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