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08.01.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Ford stellt Smart Mobility-Plan vor

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Ford hat seinen "Smart Mobility Plan" mit 25 Mobilitätsprojekten auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt. Insbesondere stehen Themen wie automatisiertes Fahren, intelligente Mobilität und Carsharing im Blickpunkt.

Ford stellt die derzeit in Las Vegas stattfindende Consumer Electronics Show (CES) unter das Motto "Mobilität, autonomes Fahren und Vernetzung". Mark Fields, der neue Präsident und CEO des Konzerns, stellte auf der CES den "Smart Mobility Plan" vor, bei dem es vor allem um Themen wie automatisiertes Fahren, intelligente Mobilität, die Nutzung von Kunden-Feedback und die Anwendung von Big Data geht. Fields erklärte in seiner Grundsatzrede, dass Ford weltweit 25 Mobilitäts-Pilotprojekte realisiere, darunter sieben in Europa, und davon wiederum eines in Deutschland (Ford-Carsharing).

Automatisiertes Fahren

Ein zentrales Ford-Mobilitätsprojekt sei das Thema automatisiertes Fahren. Ford habe im vergangenen Jahr Studienfahrzeuge auf Basis des US-Modells Fusion vorgestellt, die die Ergebnisse von über einem Jahrzehnt intensiver Forschung zum Thema "Automatisierte Fahrfunktionen" repräsentieren würden. Mit dem aktuellen Projekt will Ford mögliche Antworten auf gesellschaftliche, juristische und technologische Fragen zum automatisierten Fahren geben.

Die aktuellen Ford-Fusion-Technologieträger scannen über vier auf dem Fahrzeugdach montierten Lidar-Infrarot-Licht- und Abstandssensoren (Light Detection And Ranging) die Umgebung in einem Umkreis von rund 70 Meter und erkennen dabei sowohl Fahrzeuge als auch Fußgänger, Radfahrer und kleine Tiere. Aus den ermittelten Daten erstellt Lidar 2,5 Millionen Mal pro Sekunde eine virtuelle 3D-Karte und berechnet die Distanz aller erkannten Objekte zum Fahrzeug, gibt Ford an. Bei der Entwicklung dieser Technologien kooperiert Ford unter anderem mit dem US-amerikanischen Versicherungskonzern State Farm sowie mit der Universität von Michigan.

In Europa treibt Ford die Kooperation mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen für die Entwicklung von HMI-Bedienkonzepten (Human Machine Interface) weiter voran.

25 Pilot-Projekte rund um das Thema Mobilität

Wesentliche Bausteine des "Smart Mobility Plan" von Ford sind 25 Pilot-Projekte rund um das Thema Mobilität - acht in Nordamerika, je sieben in Europa und Asien, zwei in Afrika und ein weiteres Projekt in Südamerika. Jedes dieser Projekte sei darauf ausgelegt, die künftigen Bedürfnisse der Mobilitätsnutzer in einer sich wandelnden Umwelt zu erfassen. Die 25 Pilot-Projekte befassen sich mit vier Schwerpunktthemen: dem explosiven Bevölkerungswachstum in bestimmten Weltregionen, der wachsenden Mittelschicht in vielen Weltregionen, der sich verschlechternden Luftqualität in vielen Weltregionen sowie der Gesundheit der Bevölkerung.

Weitere Themen sind laut Ford die Mobilitätsprobleme speziell in Ballungsräumen und Mega-Cities sowie die sich verändernde Einstellung vieler Menschen in Bezug auf das Verkehrsmittel Auto.

Ford-Carsharing in Deutschland

Eines der 25 globalen Mobilitäts-Projekte von Ford findet derzeit in Deutschland statt: die Ford-Carsharing-Initiative. Vor etwas mehr als einem Jahr startete Ford in Kooperation mit der Ford-Händler-Dienstleistungsgesellschaft und DB Rent die Plattform "Ford Carsharing". Registrierte Ford-Carsharing-Kunden haben Zugriff auf ein flächendeckendes Netz von inzwischen rund 3600 Autos in bundesweit über 200 Städten. Zur Flotte gehören neben den Autos der Ford-Händler auch die Flinkster-Flotte, also das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn.

DB Rent entwickelte für das Ford-Carsharing-Projekt ein Internet-basiertes Buchungssystem sowie eine iOS- und eine Android-App für mobile Endgeräte zur Teilnahme von privaten und gewerblichen Endkunden am Ford-Carsharing.

Ford-Mobilitätsprojekte in London

Für Ford bietet darüber hinaus der Großraum London wegen des besonders hohen Verkehrsaufkommens ein ideales Testfeld für moderne Technologien. Aus diesem Grund hat der Autobauer dort die Pilot-Projekte "City-Driving-on-Demand" (Carsharing-Angebot für Pendler), "Digitale Datenbox" (Analyse individueller Fahrzeugnutzung), "Dynamic Social Shuttle" (On-Demand-Service für Mitfahrgelegenheiten) sowie "Painless Parking" (Parkplatzsuche) ins Leben gerufen.

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