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13.05.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Continental-Sensoren im Reifen erkennen Profiltiefe

Autor:
Katrin Pudenz
2:30 Min. Lesedauer

Zukünftige Sensoren von Continental werden erkennen können, wann die Reifen wegen einer zu geringen Reifenprofiltiefe gewechselt werden sollten. Realisiert wird diese neue Funktion mit einer intelligenten Software. Somit können zukünftige Reifendrucksensoren Druck, Beladungen und die Profiltiefe messen.

Gesetzgeber rund um den Globus haben eine Mindestprofiltiefe für Fahrzeugreifen vorgegeben, damit diese ihre Sicherheitsaufgaben erfüllen können, weist Andreas Wolf, Leiter des Geschäftsbereichs Body & Security, auf die Bedeutung der regelmäßigen Profiltiefenüberwachung hin. "Wir freuen uns sehr, dass es uns mithilfe der zukünftig im Reifen integrierten Sensoren möglich sein wird, die Profiltiefe auch elektronisch und damit ganz komfortabel zu erkennen."

Die Software, die diese neue Funktion realisiert, leitet die Profiltiefe von dem sich langsam verändernden Abrollverhalten der Reifen ab, erläutern die Entwickler. Dieses Abrollverhalten könne der Reifendrucksensor im Reifeninnern anhand der unterschiedlichen Reifenverformung beim Abrollen erkennen. Die neue Funktion soll in neuen Fahrzeugmodellen mit direkter Reifendrucküberwachung (Reifendruck-Kontrollsystemen, RDKS, Tire Pressure Monitoring, TPMS) von Continental (electronic Tire Information System, eTIS) voraussichtlich ab 2017 in Serie gehen können.

Profiltiefenerkennung

Für die neue elektronische Profiltiefenerkennung bedienen sich die Continental-Ingenieure des sich langsam verändernden Abrollverhaltens bei längerer Nutzung des Reifens. Testreihen der Reifen- und Elektronikentwickler haben die Datenbasis geliefert, mit denen die Fahrzeugelektronik zukünftiger Fahrzeuge gespeist werden wird. Das spezifisch veränderte Abrollverhalten der Reifen wird mit den gesammelten Erfahrungen abgeglichen, erläutern die Experten. Sei das Profil unter einen jeweils individuellen Grenzwert heruntergefahren, melde die Bordelektronik, dass ein Reifenwechsel anstehe.

Der Reifen wird intelligent

Im Jahr 2002 führte Continental die ersten Reifendrucksensoren ein. Die Reifendrucksensoren können seitdem reifengenau über den aktuellen Reifendruck informieren und bei zu geringem Reifendruck den Fahrer ganz komfortabel warnen. Von November 2014 an müssen neu zugelassene Pkw (Fahrzeugklasse M1) in der Europäischen Union mit einem Reifendrucküberwachungssystem ausgerüstet werden. Continental setzt auf direkt messende Systeme mit genauer Druckanzeige. Hier erkennt ein Sensor entweder am Ventil oder direkt unter der Reifenlauffläche den Reifendruck.

Erweitertes Funktionsspektrum

Continental arbeitet mit Automobilherstellern weltweit am weiteren Ausbau der Funktionsvielfalt auf Basis der direkt im Reifen arbeitenden Reifendrucksensoren. Da jeder Reifen langsam aber stetig Luft verliert, sorgt der Reifendrucksensor dafür, dass der Fahrer bei Reifendruckverlust frühzeitig informiert wird. So läuft man nicht Gefahr, dass ein oder mehrere Reifen mit einem vielleicht sogar gefährlich niedrigen Reifenluftdruck gefahren wird. Erste Fahrzeugmodelle mit den intelligenten Sensoren von Continental melden bereits während des Reifenfüllens ganz automatisch, wenn der notwendige Reifendruck erreicht wurde. Der Filling Assistant erleichtert das Befüllen und sorgt selbst bei Nutzung ungeeichter Befüllstationen stets für den richtigen Reifen-Luftdruck. So wird der Rollwiderstand reduziert und die Reifen können ihr Sicherheits- und Komfortpotential bestmöglich realisieren.

Beladungserkennung

Eine weitere Funktion ist die Beladungserkennung. Sie befindet sich kurz vor dem Serienstart. Hier kann mithilfe einer speziell von Continental entwickelten Software das Fahrzeug erkennen, ob zum Beispiel bei einer Urlaubsreise die maximale Zuladung überschritten wurde. Bereits nach kurzer Fahrzeit hat die Elektronik das veränderte Abrollverhalten bei besonders großer Zuladung erkannt und informiert über die jeweilige Achslast.

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