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29.04.2001 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Das Projekt 147

Autor:
Redaktion ATZonline.de

Im Herbst 1997 zu Beginn der Konzeptphase steht das theoretische Lastenheft, in dem die Eckdaten des neuen 147 von Alfa Romeo niedergeschrieben sind, in Teilen fest. Von da an investiert die Fiat-Tochter dreieinhalb Jahre an Zeit und rund 370 Millionen Euro in die Entwicklung ihres neuen Kompakten. Am Ende soll das sportliche Ergebnis die Sinne ansprechen und mit seinem aufregenden Design dafür sorgen, dass "die Welt sich nach ihm umdreht". Im Februar dieses Jahres wird der neue Wagen am Markt eingeführt. Und bereits nach den ersten Wochen und Monaten steht für die Mailänder fest: Der Entwicklungsaufwand hat sich gelohnt. Der Verkaufsstart ist mehr als geglückt und die Akzeptanz des Neuen bei Publikum und Presse gleichermaßen hoch. Am 5. Mai, dreieinhalb Monate nach der Markteinführung des 147, werden nun mit dem 85 kW starken 1.9 JTD ein Turbodiesel und eine neue Karosserie-Variante mit fünf Türen die Angebotspalette erweitern.

Erheblichen Anteil an der positiven Resonanz hat ohne jeden Zweifel das neue Design. Nicht nur im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 145, der erst auf den zweiten Blick Emotionen weckte, ist der 147 als Drei- wie als Fünftürer eine Schönheit. Zur Design-Auswahl standen insgesamt sechs Entwürfe in Form von dreidimensionalen 1:4-Modellen: drei aus dem Centro Stile Alfa Romeo unter der Leitung von Andreas Zapatinas, zwei aus dem Studio Pinafarina und eins von Bertone. Die Wahl des Vorstands fiel im Sommer 1998 schließlich auf eine Arbeit des Centro Stile und die gewann Anfang April dieses Jahres nach drei anderen renommierten Auszeichnungen den deutschen Design-Preis "Autonis" des Fachmagazins "Auto/Straßenverkehr". Zum Glück unterscheiden sich die Karosserie-Varianten mit drei und fünf Türen kaum voneinander. Das fünftürige Modell hat mit 4,17 Metern dieselbe Länge wie der Dreitürer. Seine hinteren Türgriffe sitzen zudem leicht zu übersehen, ähnlich wie beim 156, mattschwarz lackiert in der C-Säule. Es büßt somit nichts von der Eleganz der gestreckten und flotten Form des Dreitürers ein.

Aber nicht allein das Design des neuen Alfa Romeo 147 ist für den frühen Erfolg verantwortlich. Unter seinem kraftvollen Äußeren sorgen vier Aggregate für den passenden Vortrieb. Neu ist dabei ab Anfang Mai der 85 kW starke 1.9 JTD Turbodiesel-Direkteinspritzer. Der Common-Rail-Motor erreicht bereits ab zirca 2000/min ein beachtliches maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern. Von 0 auf 100 km/h benötigt der Diesel 9,9 Sekunden und bei 191 km/h hat er seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Ein Garret-Turbolader der zweiten Generation mit variabler Schaufelradgeometrie trägt beträchtlich zu diesen sportlichen Vortriebswerten bei. Ungewöhnlich ist hierbei der Klang, der lediglich bis etwa 3000 Umdrehungen an einen typischen Diesel erinnert. Darüber ist kaum ein Unterschied zu einem Benziner zu hören.

Dank einer gezielten Abgasrückführung über ein AGR-Ventil (Abgasrückführung), einen Wärmetauscher für das AGR-System und einem vorgeschalteten zweiten Katalysator reduzieren sich unter anderem die Stickoxide soweit, dass der 1.9 JTD die Abgasnorm Euro III erfüllt. Den Verbrauch gibt Alfa Romeo mit 5,8 Litern auf 100 Kilometer an. Aufgrund des derzeitigen Dieselbooms rechnet der italienische Automobilhersteller mit einem Verkaufsanteil des JTD innerhalb der vier angebotenen Motoren von rund 30 Prozent.

Ebenfalls neu ist die zweite Getriebevariante für die Benzin-Version, den Alfa 2.0 T.Spark 16V Distinctive, die nun als Alternative zum Alfa Selespeed Distinctive zur Verfügung steht. Das neue Modell besitzt statt des automatisierten Selespeed-Schaltgetriebes eine herkömmliche Fünfgang-Schaltung, die gleichermaßen leichtgängig wie präzise funktioniert. Bei 6300/min entfaltet der 110 kW starke 2.0 T.Spark 16V sein Leistungsmaximum, das höchste Drehmoment von 181 Newtonmetern steht ab 3800 Umdrehungen bereit. In 9,3 Sekunden treibt der Motor den Alfa 147 von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 208 km/h.

Das Projekt 147 kann bereits in dieser frühen Phase als gelungene Entwicklung bezeichnet werden. Der 147 ist ein echter Alfa Romeo. Dabei ist er nicht nur sportlich und schön, sondern auch in puncto Qualität sehr hoch in seiner Klasse anzusiedeln. Die neuen Besitzer werden ihrem 147 kleinere Abstriche beispielsweise im Hinblick auf die eingeschränkte Kopffreiheit größer gewachsener Fondpassagiere oder den mit 280 Litern eher kleinen Kofferraum gern verzeihen. Thomas Jungmann

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