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16.02.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Der neue Audi R8 bekommt Laserspot für das Fernlicht

Autor:
Katrin Pudenz
2 Min. Lesedauer

Automobilhersteller Audi enthüllt die Scheinwerfer des neuen R8: der Sportwagen nutzt LED-Licht, optional hat der R8 den Laserspot für das Fernlicht an Bord. Für die Entwicklung innovativer Lichtlösungen hat Audi ein neues Lichtassistenzzentrum in Ingolstadt eingerichtet.

Das Besondere am Laserlicht ist, dass leistungsstarke Laserdioden aus einem sehr kleinen Bauteil eine große Menge Lichtenergie erzeugen. So erreicht das Laserfernlicht im Vergleich zu LED-Fernlicht nahezu doppelte Reichweite.

Pro Scheinwerfer arbeitet ein Lasermodul, das wiederum vier Hochleistungslaserdioden enthält, erklären die Experten. Das Modul bündele die vier intensiv blau leuchtenden Laserstrahlen. Anschließend wandele ein Phosphorkonverter das blaue Licht in reines weißes Licht um. Als Erkennungszeichen tragen die Laserscheinwerfer eine blaue Lichtsignatur.

In der Grundausrüstung verfügt der neue R8 über LED-Scheinwerfer. Mit 37 Leuchtdioden pro Scheinwerfer werden alle Lichtfunktionen dargestellt.

Der Laserspot für das Fernlicht gab sein Debüt im Sommer 2014 im Audi R8 LMX, dem Editionsmodell der R8-Vorgängerbaureihe. Unmittelbar zuvor kam er im Rennwagen Audi R18 E-Tron Quattro beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Einsatz. Der Laserspot ist die aktuellste Serien-Technik aus einer langen Reihe von Licht-Innovationen. 2004 brachte Audi die LED-Technik erstmals auf den Markt - mit dem Tagfahrlicht des Audi A8 L W12.

Neues Lichtassistenzzentrum

Für die Entwicklung neuartiger Lichtlösungen hat der Automobilhersteller ein neues Lichtassistenzzentrum am Standort Ingolstadt eingerichtet. Dieser befahrbare unterirdische Lichtkanal ist 120 Metern lang und bietet laut Angaben neue Möglichkeiten speziell für das Entwickeln von Lichtlösungen und kamerabasierter Lichtassistenzsysteme.

Das neue Lichtassistenzzentrum am Stammsitz des Konzerns ist Angaben zufolge der größte befahrbare Lichtkanal Europas. In dem mattschwarz lackierten Tunnel testen die Entwickler Systeme wie adaptives Fernlicht und kamerabasierte Lichtassistenzsysteme. Solche Systeme vermeiden ein Blenden des Gegenverkehrs und erhöhen die Sicherheit.

Das Lichtassistenzzentrum und das Laserlabor unter einem elfstöckigen Gebäude stellte für die Statiker eine große Herausforderung dar, weil es ohne störende Säulen auskommen musste und bis zu neun Meter Raumhöhe benötigte, wird berichtet. Es ist mit straßenähnlichem Bodenbelag ausgestattet. Die Audi-Ingenieure arbeiten dort eng mit den Designern zusammen, wodurch neue Ideen noch schneller auf die Straße kommen. Auch die Motorsport-Kollegen liefern immer wieder wertvolle Impulse vom härtesten Testfeld der Welt, der Rennstrecke.

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