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08.05.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Die neue BMW F 800 GS Adventure

Autor:
Katrin Pudenz

BMW Motorrad weitet mit der F 800 GS Adventure das Angebot von Enduro-Modellen aus. Basierend auf dem dynamischen und offroadorientierten Charakter der F 800 GS soll die Adventure eine optimale Synthese aus Agilität, Tourentauglichkeit und Offroad-Kompetenz bieten.

Entlegene Winkel mit dem Motorrad erkundschaften, dort weiterfahren, wo andere umkehren - dafür stehen seit vielen Jahren die Adventure-Modelle der großen BMW-GS-Boxer-Maschine, wie die Motorrad-Experten bei BMW berichten. Mit der F 800 GS Adventure bietet der bayrische Hersteller dieses Konzept nun auch für das Mittelklasse-Segment der Enduros an. Wie die GS-Adventure-Modelle der Boxer-Baureihe sei auch sie für verstärkten Offroad-Betrieb und den Einsatz unter rauen Bedingungen zugeschnitten.

Paralleltwin

Wie bei der F 800 GS wird auch bei der neuen F 800 GS Adventure auf den kompakten, um 8,3 Grad nach vorne geneigten Zweizylindermotor mit 798 Kubikzentimeter Hubraum und vier Ventilen pro Brennraum. Der Antrieb ist mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung, geregeltem Katalysator und Sechsganggetriebe ausgerüstet. Einzigartig im Serien-Motorradbau sei der Massenausgleich über ein Schwenkpleuel, das die Massenkräfte erster und zweiter Ordnung kompensiert, betonen die Motorrad-Spezialisten. Die Ventilbetätigung erfolge über zwei obenliegende Nockenwellen und drehzahlfeste Schlepphebel. Das flüssigkeitsgekühlte Triebwerk leiste 63 kW bei 7500/min und stelle ein maximales Drehmoment von 83 Nm bei 5750/min bereit.

Fahrwerk mit verstärktem Heckrahmen

Das Fahrwerk der neuen F 800 GS Adventure basiert auf dem Konzept der F 800 GS mit robustem, torsionssteifem Stahlrahmen in Gitterrohrbauweise, der den Motor als mittragendes Element integriert. Auch die Steuerkopfanbindung über Knotenbleche sowie die einteilig im Kokillenguss-Verfahren gefertigte Zweiarmschwinge aus Aluminium blieben unangetastet. Einzig der aus Vierkant-Stahlrohr gefertigte Heckrahmen wurde verstärkt und trägt damit beispielsweise der um acht Liter vergrößerten Tankkapazität Rechnung. Wie alle BMW Serienmotorräder verfügt auch die neue F 800 GS Adventure bereits serienmäßig über ABS. Wie auch bei der F 800 GS kommt das neue, leichte und kompakte 2-Kanal-System vom Typ Bosch 9M BMW zum Einsatz. Dieses System verfüge über linear regelbare Einlassventile für ein noch besseres Ansprechverhalten sowie über Radsensoren, die den Abstand zwischen Sensor und Sensorrad automatisch überwachen. Insbesondere für engagiertes Offroad-Fahren ist das ABS auf Wunsch des Fahrers per Knopfdruck abschaltbar.

Elektronische Fahrwerksanpassung ESA

Als Sonderausstattung ab Werk wird die elektronische Fahrwerksanpassung ESA (Electronic Suspension Adjustment) geboten. Sie ermögliche es dem Fahrer, die Zugstufen-Dämpfung des hinteren Federbeins wie bei der F 800 GS per Knopfdruck von der linken Lenkerarmatur aus und selbst während der Fahrt einzustellen. Zur ausgewählten Dämpfungsvariante Komfort, Normal oder Sport ermittelt die elektronische Steuereinheit die dazu passende Dämpfungsrate und stellt diese ein. Dies geschieht mittels eines kleinen und leichten Schrittmotors am Dämpfer, und in der Cockpit-Anzeige erscheint ein entsprechendes Symbol. Die Einstellung der Federbasis erfolgt hingegen manuell über ein gut zugängliches Handrad.

Automatische Stabilitätskontrolle ASC (Automatic Stability Control) mit neuem Enduro-Auch die Automatische Stabilitätskontrolle ASC (Automatic Stability Control) ist als Sonderausstattung ab Werk vberfügbar. Diese Anti-Schlupf-Regelung begrenzt in Abhängigkeit vom Reibwert zwischen Fahrbahnoberfläche und Hinterradreifen das übertragene Antriebsmoment des Motors, verhindert so ein Durchdrehen des Hinterrads und sorgt damit für eine effizientere Traktion und Fahrsicherheit. Wird ein regelndes Eingreifen der Elektronik vom Fahrer nicht gewünscht, so kann er das System auch während der Fahrt per Knopfdruck abschalten.

Neu ist ebenso die Sonderausstattung Enduro-Modus in Verbindung mit ASC. Hierbei soll der Fahrer beim Übergang vom Straßenbetrieb ins Gelände bequem vom Lenker aus in den Enduro-Modus wechseln und damit eine spezielle Abstimmung von ASC und ABS für den Offroad-Betrieb aktivieren können. In diesem Modus wird das Regelverhalten von ASC und ABS für ein späteres Eingreifen angepasst. Das Schlupfniveau werde erhöht, verbesserte Beschleunigungs- und Verzögerungswerte auf losem Untergrund seien die Folge.

Tipp der Redaktion Automobil- und Motorentechnik:

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Hintergrundbericht "Reiseenduros: Die neue BMW R 1200 GS".

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