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03.11.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

EPA-Ermittlungen in den USA: Diesel-Affäre weitet sich aus

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Die Diesel-Affäre um Volkswagen weitet sich offenbar aus: Jetzt sollen auch 3,0-l-Motoren nach Angaben der US-Umweltbehörde EPA vom Manipulationsskandal betroffen sein. Volkswagen weist die Vorwürfe zurück.

Die US-amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-l-Dieselmotoren die Abgaswerte manipuliert zu haben, wie die Behörde mitteilt. Nach Angaben der EPA seien in bestimmten Diesel-Modellen der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahrgänge 2014 bis 2016 3,0-l-Dieselmotoren verbaut, die die erlaubten EPA-Grenzwerte für Stickoxide (NOX) um das bis zu Neunfache überträfen. Dabei handele sich um die Fahrzeuge der Typen VW Touareg (2014), Porsche Cayenne (2015) sowie die Audi-Modelle A6 Quattro, A7 Quattro, A8, A8L, und Q5 (2016).

Die neuerliche Rüge der EPA soll ungefähr 10.000 Dieselfahrzeuge betreffen, die seit dem Modelljahr 2014 in den USA verkauft worden seien. Zusätzlich sei eine bislang unbekannte Zahl aus dem Modelljahrgang 2016 betroffen.

Volkwagen weist Vorwürfe zurück

Volkswagen weist die neuerlichen Vorwürfe der EPA zurück. "Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern. Volkswagen wird mit der EPA vollumfänglich kooperieren, um den Sachverhalt rückhaltlos aufzuklären“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Volkswagen habe am Montag, 2. November 2015, von der EPA die Mitteilung erhalten, dass bei Fahrzeugen mit V6-TDI-Dieselmotoren eine Software-Funktion vorhanden sei, die im Genehmigungsprozess nicht hinreichend beschrieben worden sei.

Volkswagen hatte im September eingeräumt, Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine spezielle Software manipuliert zu haben. Betroffen seien 1,2-, 1,6- und 2,0-l-Dieselmotoren, hieß es damals. Bei Prüfstandstests führte das Programm zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb. Bislang hieß es, sei die Software weltweit in bis zu elf Millionen Autos verbaut worden. In Deutschland sind nach bisherigem Stand 2,4 Millionen Autos betroffen.

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