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08.10.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Kraftfahrt-Bundesamt erhält Maßnahmenplan von Volkswagen

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Volkswagen hat dem Kraftfahrt-Bundesamt einen Zeit- und Maßnahmenplan zur Bewältigung des Abgas-Skandals vorgelegt. Die Behörde hat den fristgerechten Eingang des VW-Schreibens bestätigt.

Das umfangreiche Schreiben, das auch mit rechtlichen Ausführungen versehen ist, sei eingegangen, es werde darin von einer Rückrufaktion gesprochen, erklärte auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Mittwochabend, 7. Oktober 2015, in Berlin. Betroffen davon seien die Fahrzeuge mit Euro-5-Dieselmotoren der Größen 1,2 Liter, 1,6 Liter und 2,0 Liter.

Technisch spreche Volkswagen bei den 2,0-l-Dieselmotoren "von einer Software-Lösung, die in diesem Jahr vorliegen soll und ab Beginn des nächsten Jahres umgebaut werden kann", so Dobrindt weiter. Bei den 1,6-l-Dieselmotoren werde "zusätzlich zu einer neuen Software mit großer Sicherheit eine motortechnische Anpassung notwendig sein, die laut Volkswagen nicht vor September 2016 zu erwarten ist". Hiervon sollen nach Dobrindts Kenntnissen europaweit 3,6 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. Zu den 1,2-l-Dieselmotoren nannte Dobrindt keine Details.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) prüfe jetzt, inwieweit die von dem Hersteller vorgeschlagenen Maßnahmen geeignet sind, um einen regel- und zulassungskonformen Zustand der betreffenden Fahrzeuge herzustellen. Es werde dann "eine unabhängige Entscheidung über die von Volkswagen umzusetzenden Maßnahmen treffen und diese gegenüber Volkswagen anordnen".

Volkswagen hatte im September eingeräumt, mit einer speziellen Software die Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen mit Motoren vom Typ EA 189 manipuliert zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen.

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