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05.11.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Volkswagen: Falsche CO2-Angaben betreffen knapp 100.000 Benzinfahrzeuge

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Von den rund 800.000 Fahrzeugen mit falschen CO2-Angaben sind laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt 98.000 Benziner betroffen. Volkswagen hat bei internen Untersuchungen eingeräumt, Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten festgestellt zu haben.

Unter den rund 800.000 Fahrzeugen von Volkswagen, bei denen der Konzern "Unregelmäßigkeiten" beim Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) eingeräumt hat, sind auch rund 98.000 Benzinfahrzeuge. Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in einer Aktuellen Stunde am 4. November 2015 im Bundestag. Nach Aussagen von Dobrindt sind in Deutschland insgesamt 200.000 Fahrzeuge unterwegs, bei denen die CO2-Werte nicht stimmten.

Dobrindt bezog sich mit seinen Aussagen auf eine Stellungnahme von Volkswagen. Das Unternehmen hatte am Dienstagabend, 3. November 2015, mitgeteilt, dass bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten festgestellt worden seien. Volkswagen selbst hatte in der Mitteilung am Dienstagabend von 800.000 betroffenen Fahrzeugen gesprochen. Die wirtschaftlichen Risiken bezifferte Volkswagen nach erster Schätzung auf rund zwei Milliarden Euro.

Bisher ging es in der Affäre um Stickoxid (NOX) und ausschließlich Dieselmotoren. Volkswagen hatte im September eingeräumt, Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine spezielle Software manipuliert zu haben. Betroffen seien 1,2-, 1,6- und 2,0-l-Dieselmotoren, hieß es damals. Bei Prüfstandstests führte das Programm zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb.

Erst am Montag, 2. November 2015, hatte die US-Umweltbehörde EPA neue Vorwürfe gegen Volkswagen erhoben - dabei ging es um Stickoxid-Werte. Die EPA hat dem Volkswagen-Konzern vorgeworfen, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-l-Dieselmotoren die Abgaswerte manipuliert zu haben. Nach Angaben der EPA seien in bestimmten Diesel-Modellen der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahrgänge 2014 bis 2016 3,0-l-Dieselmotoren verbaut, die die erlaubten EPA-Grenzwerte für Stickoxide (NOX) um das bis zu Neunfache überträfen. Volkswagen wies dies zurück.

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