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21.09.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Elektrobit, Infineon und Nvidia entwickeln Plattform für automatisiertes Fahren

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2 Min. Lesedauer

Elektrobit, Infineon Technologies und Nvidia haben eine gemeinsame Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren vorgestellt. Die Plattform dient als Basis für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen für automatisierte Fahrzeuge.

Elektrobit (EB), Infineon Technologies und Nvidia wollen Automobilherstellern und -zulieferern die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen erleichtern. Der Automobilsoftware-Spezialist, der Chiphersteller und der Experte für Visual Computing stellen daher eine gemeinsame Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren vor.

Die neue Lösung von EB, Infineon und Nvidia stelle genügend Rechenleistung zur Verfügung, um die enorme Komplexität des automatisierten Fahrens zu beherrschen, erklären die Partner. Fahrerassistenzsysteme, die auf Basis der Plattform entwickelt werden, können die Fahrzeugumgebung nicht nur erfassen, sondern auch interpretieren. Diese Informationen geben sie dann an den Fahrer, andere kritische Systeme innerhalb des Fahrzeugs, weitere Fahrzeuge in der Nähe oder an die Cloud weiter.

Linux- und Autosar-Anwendungen integriert

Die Lösung besteht aus der Nvidia -Drive-PX-Self-Driving-Car Computerplattform, auf der EBs Autosar-4-kompatible EB-tresos-Software-Suite integriert wurde, die auf zwei Nvidia -Tegra-Prozessoren und einem Aurix-32-Bit TriCore-Microcontroller von Infineon läuft. Der Aurix-Microcontroller zeichnet sich durch Echtzeitverarbeitung und erweiterte Safety- und Security-Funktionen aus, die optimal auf die Anwendung in Fahrerassistenzsystemen abgestimmt seien. Die NVIDIA-Drive-PX-Plattform erlaubt die Entwicklung von Systemen, die viele unterschiedliche HD-Kamera- und Sensordaten aufnehmen und verarbeiten können. Zudem eignet sie sich für fortgeschrittene Grafikanwendungen, Bilderkennung und -verarbeitung sowie maschinelles Lernen. Die EB-tresos-Software integriert nahtlos Linux- und Autosar-Anwendungen, zudem können Nvidia -Drive-PX-spezifische Basisfunktionalitäten für Monitoring und Redundancy-Management eingebunden werden. Die Software ermöglicht die Cross-Kommunikation über mehrere CPUs mit einer sicheren und verlässlichen Ausführungsumgebung und unterstützt den höchsten Sicherheitslevel D (Automotive Safety Integrity Level, ASIL D).

"Auf der Basis unserer Autosar-Software haben wir jetzt ein Architekturpaket entwickelt, mit dem Autohersteller und -zulieferer modernste Fahrerassistenzfunktionen umsetzen können", sagt Björn Giesler, Senior Director Driver Assistance bei EB. "Ein typischer Anwendungsfall für eine solche Plattform ist etwa eine automatisierte Parkservicelösung. Für solche Fahrfunktionen müssen enorme Datenmengen verarbeitet werden. Zudem ist viel Rechenleistung notwendig und sie erfordern ein hohes Sicherheitsniveau. Unsere integrierte Hardware-Software-Lösung bietet einen einfachen und kostengünstigen Weg für Automobilhersteller, komplexe Fahrerassistenzfeatures zu entwickeln."

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

AUTOSAR

Quelle:
Handbuch Fahrerassistenzsysteme

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