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06.04.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Siemens: Halbierte Ladezeit für Elektroautos mit neuer Ladesäule

Autor:
Katrin Pudenz

Mit einer Ladeleistung von 22 Kilowatt sollen sich Elektroautos mit gängiger Batteriekapazität binnen einer Stunde laden lassen. Mit dem Charge CP700A führt Siemens nun ein Modell in den europäischen Markt ein, welches über jene Ladefähigkeit verfügt. Gegenüber der vorherigen Serie wurde die Ladeleistung auf maximal 22 Kilowatt verdoppelt, womit sich die Ladezeiten halbieren, teilt der Konzern mit.

Mit der neue Säule Charge CP700A können Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Leistungen geladen werden. In der schnellsten Betriebsart wird das Fahrzeug dreiphasig mit Wechselspannung bei 32 Ampère (A) Stromstärke versorgt und entsprechend mit einer Leistung von 22 Kilowatt geladen, erklärt das Unternehmen. Aber auch das Laden mit 20 Ampère sei sowohl im Ein- als auch im Dreiphasenbetrieb möglich.

Über das Ladekabel kommunizieren Säule und Fahrzeug miteinander. Auf diese Weise wird er mittelt, ob das Elektroauto das Aufladen mit dem maximalen oder nur mit einem reduzierten Strom unterstützt. Dabei findet der genormte Stecker des Typs 2 nach IEC 62196-2 Verwendung. Für Fahrzeuge wie elektrisch angetriebene Zweiräder, die noch mittels Haushaltsstecker geladen werden, ist zudem das einphasige Laden nach IEC/EN-Norm 61851 in Mode 1 und 2 mit maximal 3,7 Kilowatt vorgesehen, fügt der Konzern hinzu.

"Um das Aufladen so einfach wie normales Tanken zu machen, haben wir die Ladesäule mit einem Bildschirm ausgestattet, welcher den Benutzer durch den Ladevorgang leitet. Zudem signalisiert die Außenbeleuchtung schon von weitem, ob die Säule frei oder belegt ist", erläutert Ralph Griewing, Leiter des E-Mobility-Teams von Siemens Energy. Für das Aufladen mit anschließender Abrechnung könne sich der Nutzer berührungslos mittels Funkchips unterschiedlicher RFID-Standards anmelden.

Die Ladesäule ist modular aufgebaut. Die Benutzerführung ist programmierbar und in unterschiedlichen Sprachen erhältlich. Via Ethernet oder einem integrierbaren GSM/GPRS-Modem (GSM=Global System for Mobile Communications / GPRS=General Packet Radio Service) kann die Ladesäule zudem an eine Leitwarte angebunden werden. Dementsprechend ist sie bereits für Fernüberwachung und -wartung vorbereitet. Da das Ladeverhalten der Säule ferngesteuert werden kann, ist auch der Einsatz in einem Smart Grid möglich, so der Konzern. Hierfür werde unter anderem eine dynamische Reduzierung des maximalen Ladestroms unterstützt.

Damit während des Ladens nichts passiert, werde - zusätzlich zur üblichen Verriegelung des Steckers als Schutz gegen ein unbefugtes Abziehen während des Ladevorgangs - die Ladeklappe an der Säule verriegelt. Bei geöffneter Ladeklappe ist der dahinterliegende Innenraum beleuchtet, damit der Nutzer das Kabel auch bei Dunkelheit sicher einstecken und herausziehen kann, erklärt das Unternehmen. Die Ladesäule Charge CP700A verfügt über das CE-Kennzeichen, ist extern durch eine akkreditierte Prüfstelle getestet worden und sie erfüllt sowohl die aktuellen Normen für Ladesysteme als auch Normen für Niederspannungsverteilung. Die Temperatur der Steckdosen und des Innenraums der Säule wird überwacht. Im Fehlerfall oder bei ungünstigen Umweltbedingungen, die zu einer Überhitzung führen würden, unterbricht die Ladesäule den Ladevorgang automatisch. Beim Konzern nachgefragt ist der Preis laut Sprecher Torsten Wolf abhängig von der Ausstattung der Ladesäule und erstreckt sich über eine relativ breite Spanne.

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