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21.11.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

StreetScooter C16 mit Multimaterial-3D-Drucker hergestellt

Autor:
Katrin Pudenz

An der RWTH Aachen wurde mit einem Multimaterial-3D-Drucker von Stratasys in 12 Monaten ein voll funktionsfähiger Elektroauto-Prototyp gebaut: der StreetScooter C16. Das 3D-gedruckte Serien-Elektrofahrzeug wird am Messestand von Stratasys auf der EuroMold (25. bis 28. November) zu sehen sein.

Ein StreetScooter C16 wiegt ohne Batterie durchschnittlich 450 Kilogramm, hat eine Reichweite von mindestens 100 km und kann bis zu 100 km/h schnell fahren. Das Kurzstreckenfahrzeug wurde mit dem großformatigen Multimaterial-3D-Produktionsystem Objet1000 hergestellt, berichtet der Anbieter im Bereich 3D-Druck und additive Fertigung. Mit diesem System seien alle Kunststoffteile im Außenbereich gedruckt worden, darunter die großen Front- und Heckpaneelen, die Türpaneelen, Stoßfängersysteme, Seitenschweller, Radkästen und Scheinwerferblenden sowie einige der Innenraumkomponenten wie das Armaturenbrett und eine Reihe kleinerer Komponenten. Die Teile wurden aus dem widerstandsfähigen Material Digital ABS von Stratasys hergestellt.

Das 3D-Produktionssystem Objet1000 wurde während der gesamten Entwicklungsphase zur Herstellung von Teilen für den Prototypen des StreetScooter C16 genutzt, berichten die 3D-Druck-Experten. In der finalen Entwicklungsphase seien mit ihm zudem gebrauchsfertige Bauteile und Fertigungswerkzeuge gedruckt worden. Durch seine große Bauplattform von 1000 x 800 x 500 mm habe das 3D-Produktionssystem die komplette Palette der bis zu 1m langen Komponenten fertigen können.

Tests und Konstruktionsprüfungen beschleunigt

Achim Kampker, Professor für das Fach Produktionsmanagement an der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen, erklärt: "Das System für die Entwicklung großer und kleiner Teile des StreetScooters nutzen zu können, war an sich schon aufregend, aber der Beitrag 3D-gedruckter Bauteile zur Konstruktion des Autos war enorm. Die Möglichkeit, Prototypen in Originalgröße mit der Leistungsfähigkeit der Endprodukte zu fertigen, beschleunigte die Tests und Konstruktionsprüfungen. So konnten wir innerhalb von nur 12 Monaten einen Elektroauto-Prototypen auf den Markt bringen, was mit konventionellen Fertigungsverfahren absolut unvorstellbar gewesen wäre."

"Mit der Multimaterial-3D-Drucktechnik von Stratasys können Fahrzeuge für den einzelnen Kunden einfach angepasst werden und wir können nahtlose Konstruktionen liefern", fügt Professor Kampker hinzu. "Diese Autos können vom Entwurf bis zur Produktion innerhalb von Monaten komplett entwickelt werden, im Gegensatz zu Jahren, die man bei konventionellen Automobilherstellungsprozessen veranschlagen muss. Das StreetScooter-Projekt hat gezeigt, wie der 3D-Druck eine völlig neue Herangehensweise bei der Automobilkonstruktion und -herstellung ermöglicht."

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