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27.09.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Elektromobilität als Herausforderung für die Fahrzeugmontage

Autor:
Stefan Schlott

Auf dem politisch gewollten Weg zu einem Bestand von einer Million Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2020 muss sich die Branche noch zahlreichen Herausforderungen stellen. Dies wurde anlässlich der sechsten ATZproduktion-Fachtagung Zukunft Automobilmontage deutlich, die gestern begann und noch heute auf dem Gelände der AutoUni in Wolfsburg stattfindet. Nicht nur die Entwicklung von Energiespeichern mit vertretbaren Kosten sowie die Festlegung von Standards für künftige Elektrofahrzeuge gilt es in diesem Zusammenhang voranzutreiben. Die Elektromobilität wirft auch zahlreiche Fragen für die Gestaltung der Fabrik der Zukunft auf.

Paulina Maschke, bei der Volkswagen AG in Wolfsburg in der Planung der Marke VW für die Themen Fahrzeugelektrik/ und -elektronik zuständig, ist sich sicher: "Wenn diese Fragen beantwortet sind, wird die Herausforderung für die Zukunft der Produktion nicht die Elektrifizierung der Autos an sich sein." Die Elektroautos würden die Modellpalette um viele Nischenmodelle und vielleicht auch Massenfahrzeuge erweitern. Die Herausforderung laute deshalb, wie eine fertigungsgerechte Beeinflussung der Elektrofahrzeuge gestaltet werden sollte, um diese Fahrzeuge auch effizient produzieren zu können.

Aber auch ganz praktische Probleme gilt es zu lösen. So erfordert der Umgang mit den neuen Hochvoltkomponenten im betrieblichen Alltag zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen. Maßgeblich für einen sicheren Produktionsprozess sind die technischen Schutzmerkmale der zu produzierenden Hochvolt-Fahrzeuge. Diese umfassen im allgemeinen Sicherheitsaufkleber, Kabel in der Warnfarbe Orange und ein Hochvoltsystem, das vom Zwölf-Volt-Bordnetz isoliert ist. Zur Qualifizierung der Mitarbeiter wurde zwischenzeitlich von den Berufsgenossenschaften und einigen OEMs ein Stufenmodell entwickelt, in dem je nach Arbeitsinhalt und der dadurch möglichen elektrischen Gefährdung Schulungsbausteine vorgesehen sind.

Immerhin ist ein Elektrofahrzeug nach Überzeugung von Steffen Gänzle, Prinzipal bei der A.T. Kearney GmbH deutlich besser modularisierbar als bisherige Fahrzeugkonzepte. Dadurch ergäben sich die Chancen zu einer deutlichen Verkürzung der Produktionskonzepte bis hin zu einem Montagedurchlauf von drei Stunden. Damit könnte eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs den seit langem diskutierten Paradigmenwechsel im globalen Automobilmarkt einläuten.

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