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22.07.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

FAU-Forscher wollen Effekt von Elektroautos auf die Energienutzung prognostizieren

Autor:
Katrin Pudenz
2 Min. Lesedauer

Wie wirkt sich ein mehr an Elektromobilität auf den Energiebedarf aus - und welche Ladeinfrastruktur wird dafür benötigt? Diesen Fragen wollen sich Wissenschaftler der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Rahmen des Verbundprojekts e-Nue, Teil der Bundesinitiative "Schaufenster Elektromobilität", nachgehen. Mit Simulationsmodellen wollen sie dafür solide Berechnungen durchführen.

Seit Juli 2013 erfassen und analysieren Professor Dr.-Ing. Reinhard German und sein Team Daten, die während der Nutzung einer Reihe von Audi A1 E-tron-Modellen anfallen: Der Ingolstädter Automobilhersteller Audi stellt dem Nürnberger Energieversorger N-Ergie in einer ersten Phase fünf dieser Fahrzeuge zur Verfügung, die neben dem Elektromotor einen Range Extender zur Verlängerung der Reichweite besitzen. Die Mitarbeiter können das Auto sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. In einer zweiten Welle rüstet Audi fünf weitere Betriebe im Raum Nürnberg mit je einem A1 E-tron aus - ebenfalls für die private und dienstliche Nutzung. Dabei können tagtäglich Nutzungsdauer, Strom- und Kraftstoffverbrauch oder das Ladeverhalten ebenso erfasst werden wie Fahrprofile, so die Forscher.

Auf Basis dieser Informationen entwickelt Reinhard German an seinem Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme ein Simulationsmodell, mit dem sich wichtige Prognosen für die Zukunft der Elektromobilität erstellen lassen. Dabei stehen zum einen Themen wie Reichweite, Energiebedarf, Emissionen und Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt, zum anderen die Kommunikation zwischen den Autos und weiteren Infrastrukturen. Die Forscher wollen Fragen beantworten, die sich für einen großflächigen Einsatz stellen: Welche Lademöglichkeiten müssen bereitstehen - und wo? Wie steigt der Strombedarf mit der Menge der A1 E-tron-Modelle, die im Einsatz sind? Welchen Einfluss hat dies auf die CO2-Bilanz? Welche Kosten entstehen hierbei? Aber German und sein Team wollen auch wissen, wie sich etwa durch die Kommunikation zwischen verschiedenen Automobilen oder zwischen Auto und Ampel der Verkehrsfluss und Wiederaufladung der Batterie verbessern lässt.

Der lange Beobachtungszeitraum des Schaufensterprojektes soll es möglich machen, aus den realen Daten tatsächlich relevante Modelleigenschaften abzuleiten und zu validieren. Das Ziel sind Ideen für die schrittweise Substitution herkömmlicher Fahrzeuge durch Elektroautos in gewerblich genutzten Fahrzeugflotten.

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