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18.12.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Forscher simulieren Einsatz von elektrisch angetriebenen Gewerbeautos

Autor:
Katrin Pudenz

In München soll der Einsatz von 130 elektrisch angetrieben Taxis und Gewerbefahrzeugen simuliert werden. Dafür stellt die Technische Universität München (TUM) den teilnehmenden Betrieben ein Smartphone zur Verfügung, das in den Taxis und Handwerkerautos angebracht wird und deren Bewegungsprofil misst.

Die Handysoftware der TUM verarbeitet die erfassten Werte und zeigt dem Fahrer Energieverbrauch und verbleibende Reichweite eines virtuellen Elektroautos an. So wird schnell klar, ob der Einsatz eines Elektrofahrzeugs möglich und ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll wäre.

In der ersten Phase des Projekts "Virtuelle Elektromobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr München" (VEM) soll mit der Erhebung des Mobilitätsverhaltens der beteiligten Betriebe begonnen werden. Ab Anfang nächsten Jahres simuliert die Software des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik der TUM dann auf jedem Smartphone den Betrieb eines Elektroautos, erläutern die Experten. Solch eine Simulation habe es bisher noch nicht gegeben, betonen sie weiter. Das Gerät erfasse dabei die genaue Position des Autos über GPS sowie Beschleunigungen, Verzögerungen und Drehbewegungen. Mit diesen Bewegungsdaten errechne die Software dann für ein frei konfiguriertes Elektrofahrzeug den Energieverbrauch und zeige den Ladezustand einer virtuellen Batterie an.

Parallel zur Simulationsphase werden die errechneten Daten mit einem echten Elektroauto überprüft. "Für so manchen Taxi- und Gewerbebetrieb wird sich dann wohl zeigen, dass eine Teilelektrifizierung des Fuhrparks nicht nur technisch möglich ist, sondern bereits heute wirtschaftliche und ökologische Vorteile bietet", erläutert Dipl.-Ing. Benedikt Jäger vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM.

Laufleistung von Taxis und Gewerbefahrzeugen

Die größte Herausforderung für die Forscher ist es herauszufinden, wie die hohe tägliche Laufleistung von Taxis und Gewerbefahrzeugen mit Elektroautos zu bewerkstelligen sein könnte. Denn Elektroautos für die verschiedenen Bedürfnisse der Betriebe haben auch unterschiedliche Reichweiten. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Projekt wird daher sein, wo zusätzliche Ladesäulen für die Routen der Taxi- und Gewerbefahrzeuge installiert werden müssten.

Diese Erkenntnis wird dann besonders für die Leiter des VEM-Projekts bei den Stadtwerken München (SWM) und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) interessant sein. Denn dort steht der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Raum München im Fokus. Weitere Projektpartner sind der Taxiverband München und die Handwerkskammer für München und Oberbayern. Das Projekt VEM ist Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprogramms "IKT für Elektromobilität II - Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic".

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