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27.11.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

TU Darmstadt eröffnet E-Mobility- und Hybridcenter

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2 Min. Lesedauer

Im Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe der TU Darmstadt ist ein Demo-Zentrum für Elektromobilität und Hybridtechnik eröffnet worden. Damit will die Universität ihre Forschung auf dem Gebiet der hybriden Antriebe ausbauen.

Das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe (VKM) hat ein Demo-Zentrum für Elektromobilität und Hybridtechnik auf dem Campus Lichtwiese eröffnet. Das neue E-Mobility- und Hybridcenter mit rund 160 Quadratmetern Nutzfläche wurde vom Dezernat Bau der TU Darmstadt geplant und binnen vier Monaten realisiert. Die in einer Stahlkonstruktion ausgeführte Fahrzeughalle wurde rundum in eine wärmegedämmte Hülle gepackt, mehrere Einfahrtstore sowie eine Arbeitsgrube für Montagearbeiten sind vorhanden. Die Baukosten betrugen nach Angaben der TU Darmstadt 470.000 Euro. Der Hintergrund des Neubaus war unter anderem der gestiegene Platzbedarf für die Montage von Hybridantrieben in Fahrzeuge.

Forschung auf dem Gebiet der hybriden Antriebe

Das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe der TU Darmstadt forscht seit 2004 auf dem Gebiet der hybriden Antriebe. Seinerzeit war es in Deutschland das einzige Hochschulinstitut, das sich mit der Kombination der Technik von Elektro- und Verbrennungsmotoren befasste. Nach ersten Simulationsstudien wurde im Jahre 2005 das erste Hybridfahrzeug detailliert analysiert; mittlerweile besitzt das Institut drei Hybridfahrzeuge und verfügt über weitere nicht-eigene Fahrzeuge. Vor einiger Zeit wurde gemeinsam mit der Firma IVD eine Plug-in-Hybrid-Antriebseinheit speziell für kleine Fahrzeuge entwickelt. Bislang war ein Einbau der Antriebseinheit in ein Fahrzeug als Forschungsdemonstrator nicht möglich, weil unter anderem die räumlichen Voraussetzungen fehlten. Mit dem neuen E-Mobility- und Hybridcenter soll sich das ändern.

So könne künftig der Entwicklungsprozess vollständig untersucht werden – von der Simulation über die Optimierung der Antriebsstränge an Prüfständen bis zum Aufbau von Fahrzeug-Prototypen für den Testeinsatz im neuen Zentrum, das auch für größere Fahrzeuge geeignet sei. Ein vom Institut konzipiertes Hybridsystem für schwere Nutzfahrzeuge soll zukünftig im Rahmen eines Vorab-Exemplars aufgebaut werden. Im Straßenverkehr werde das Institut unter Echt-Bedingungen die Effizienz des Systems untersuchen.

Optimierung der Betriebsstrategie

Das Institut entwickelt Modelle, die das Verhalten des Fahrers beobachten und daraus eine wahrscheinliches zukünftiges Verhaltensmuster beziehungsweise Betriebsstrategie ableiten. Die Modelle helfen dabei, Emissionen von Hybridfahrzeugen noch weiter zu senken und gleichzeitig im rein elektrischen Betrieb die Reichweite durch geschicktes Energiemanagement zu vergrößern.

Im Zentrum der Forschung stehe, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, die Lebensdauer der Batterie zu erhalten und insbesondere niedrigste Emissionswerte zu erreichen. Dabei sollen Aspekte wie das dynamische Verhalten der Abgasreinigung und deren Aufwärmverhalten ebenso im Mittelpunkt stehen wie das Thermomanagement des Verbrennungsmotors.

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Quelle:
Handbuch Verbrennungsmotor

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