Skip to main content
main-content

14.09.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Nissans Konzeptstudie Terra: SUV mit Brennstoffzellenantrieb

Autor:
Andreas Burkert

Mit der Konzeptstudie Terra zeigt der japanische Automobilhersteller Nissan ein Sports-Utility-Vehicle (SUV) mit elektrischem Allradantrieb auf Basis von mit Wasserstoff gespeisten Brennstoffzellen. Der unter der Haube installierte E-Antrieb, der aus dem Nissan Leaf stammt, treibt die Vorderräder an.

Für den Allradantrieb bedient sich Nissan elektrischer Radnabenmotoren, wie sie aus den Pivo-Studien bekannt sind. Da die hinteren Antriebswellen entfallen, entstehen ein flacher Unterboden und ein unzerklüfteter Laderaum. Aufgrund dessen lassen sich die von Nissan selbst entwickelten Brennstoffzellen-Stacks leichter unterbringen. Diese flache, sehr kompakte Einheit verfügt über eine Energiedichte von 2.5 kW/l. Die Japaner konnten dabei vor allem die Herstellungskosten deutlich senken: Die jüngste Generation der seit 1996 entwickelten Brennstoffzelle kostet lediglich noch ein Sechstel des 2005 vorgestellten Vorgängertyps. Möglich wurde dies vor allem durch die Senkung des Anteils an hochwertigen Edelmetallen auf nur noch ein Viertel der bisher benötigten Menge.

Beim Design des Exterieurs wurde das klassische SUV-Thema abgewandelt und auf Elektromobilität getrimmt. In der athletischeren Ausprägung entspricht der Terra nun eher den Vorstellungen von einem elektrisch angetriebenen Modell dieser Gattung. Jedoch sind auch weiterhin die großen Reifen, die hohe Gürtellinie, die breiten Dachsäulen, die schmalen Seitenscheiben und die typischen Radhauskonturen eines SUV zu finden.

Ein Tablet-PC als Instrumententafel

Mit dem Öffnen der gegenläufig aufschwingenden Türen zeigt sich der modern gestaltete Innenraum. Die Türtafeln präsentieren sich als skulptural ausgearbeitete Flächen aus hellem Holz und bläulichem Acryl. Als obere Begrenzung schließt sich ein Metallrahmen an, der die gesamte Kabine auf Schulterhöhe umzieht.

Direkt im Blickfeld des Fahrers befindet ein Tablet-PC als Instrumententafel, der zugleich als Schlüssel fungiert. Der Fahrer schließt die tragbare Einheit nach dem Einsteigen an und nimmt sie beim Verlassen des Fahrzeugs wieder mit. Im angedockten Zustand zeigt das Display die Geschwindigkeit, die Reichweite und andere wichtige Leistungsdaten an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf die Menüs "Entertainment", "Kommunikation", "Navigation" und andere Programme umzuschalten. Außerhalb des Fahrzeugs stellt der Tablet-PC alle Funktionen bereit, die Nutzer von einem solchen Gerät erwarten. Zugleich bleibt es aber weiter in Kontakt mit dem Konzeptfahrzeug. Die Idee, die sich dahinter verbergen soll, ist eine nahtlose Information und Kommunikation. Also während der Autofahrt, aber auch in allen anderen Situationen.

Ungewöhnlich ist auch das Design der Sitze, die vor allem durch ihre sechseckige Formen auffallen. Der Fahrer sitzt zudem näher an der Mittelachse. Nach dem Umklappen der Passagiersitze entsteht eine komplett ebene Ladefläche.

In einer Weltpremiere wird der SUV mit Brennstoffzellenantrieb am 27. September auf dem Pariser Autosalon vorgestellt.

Weiterführende Themen

Premium Partner

Neuer InhaltdSpaceFEVAnsysValeo Logo

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche

Whitepaper

- ANZEIGE -

Hybridtechnologen für 48V-Systeme - BorgWarner bringt Elektrisierung in der Automobilindustrie voran

Um die von 48V-Bordnetzen ermöglichten Optimierungen hinsichtlich Kraftstoffeffizienz und Leistung auszunutzen entwickelt BorgWarner innovative Technologien und erweitert sein Portfolio mit Lösungen für künftige Mildhybridfahrzeuge. Jetzt gratis downloaden!

Sonderveröffentlichung

- ANZEIGE -

DURCH VERNETZUNG IN EIN NEUES ZEITALTER - Use Case: Virtuelle Kühlsysteme für Hybridfahrzeuge

Jeder in der Automobilindustrie ist damit konfrontiert: die steigende Komplexität in der Fahrzeugentwicklung fordert vor allem interdisziplinäre Zusammenarbeit mit durchgängigem Fokus auf das Gesamtprodukt.  Die Lösung: modellbasierte Entwicklung. Mehr dazu erfahren Sie hier!

Bildnachweise