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10.07.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Erforschung miniaturisierter Siliziumsysteme in neuer Fraunhofer-ISIT-Außenstelle

Autor:
Katrin Pudenz
1:30 Min. Lesedauer

Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe erforschen künftig gemeinsam miniaturisierte Siliziumsysteme - in einer neuen Außenstelle des ISIT an der Technischen Fakultät der Universität.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe bauen ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre aus: In einer neuen Außenstelle des ISIT an der Technischen Fakultät erforschen Wissenschaftler beider Einrichtungen künftig gemeinsam miniaturisierte Siliziumsysteme. Diese sollen beispielsweise in Automobilen, im Maschinenbau oder auch in der Unterhaltungstechnik Anwendung finden. Das teilte die Universität nun mit.

Auch soll die engere Kooperation Studierenden zugute kommen: Denn gemeinsame Arbeitsergebnisse sollen direkt in verbesserte Lehrangebote sowie in neue praxisnahe und auf aktueller Forschung basierende Veranstaltungen fließen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1993 kooperiert das Fraunhofer ISIT mit der CAU. Acht Wissenschaftler, darunter vier Doktoranden, befassen sich am neuen Kieler Standort des Fraunhofer Instituts an der Technischen Fakultät im Stadtteil Gaarden schwerpunktmäßig mit der Entwicklung neuer Wandlerprinzipien für Sensoren und Antriebe für Mikrosysteme auf der Basis von Piezomaterialien. Piezokeramiken haben die Eigenschaft, dass sie sich schnell verformen, wenn eine elektrische Spannung an sie angelegt wird. Diese Verformung lässt sich als Antrieb beispielsweise von kleinen, verkippbaren Mikrospiegeln einsetzen. Solche Mikrospiegel sind das Herzstück von miniaturisierten Laserprojektoren und von Abstandsmesssystemen in Automobilen. Die Forschenden entwickeln leistungsfähige Elektroden zur Ansteuerung der Piezomaterialien und arbeiten an Konzepten zur Regelung piezoelektrisch angetriebener Mikrosysteme.

Daneben erforschen die Wissenschaftler neuartige Materialien, um elektrische Energie aus Quellen wie Umgebungstemperatur oder Luftströmungen zu gewinnen. Auch Bauelemente für die Umweltanalytik und spezielle Beschichtungstechniken für die Mikrooptik stehen auf der Agenda der Außenstelle. Damit das Forschungsprogramm bewältigt werden kann, wurde auch in mehrere moderne Geräte investiert, welche gleichzeitig dem Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik der CAU zur Verfügung stehen.

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