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19.01.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Fraunhofer ISI: Lithium-Ressourcen frühestens 2050 erschöpft

Autor:
Caterina Schröder

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe hat innerhalb des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projekts "http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/10527/Fraunhofer-LBF-koordiniert-Systemforschung-Elektromobilitaet.html" der Fraunhofer-Gesellschaft die voraussichtliche Lithium-Nachfrage im Kontext der -Vorkommen untersucht. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass selbst unter sehr zurückhaltenden Annahmen bezüglich der Vorkommen, die weltweit vorhandenen Lithium-Reserven auch bei hohen Nachfragesteigerungen bis 2050 ausreichen werden. Gleichzeitig empfehlen die Wissenschaftler, effiziente Recyclingprogramme für Lithium aufzusetzen und die Entwicklung neuer Batterietechnologien voranzubringen, um die Rohstoffbasis zu schonen.

"Wenn wir von einem Szenario der Marktdurchdringung ausgehen, bei denen Elektrofahrzeuge bis 2050 weltweit 50 Prozent der Neuzulassungen im motorisierten Individualverkehr erreichen, werden unter Berücksichtigung der Verwendung von recycelten Material sowie der Lithium-Nachfrage für andere Anwendungen dann erst rund 20 Prozent der weltweit vorhandenen Lithium-Ressourcen verbraucht sein", erklärt Prof. Dr. Martin Wietschel, einer der beiden Projektleiter. Diese Berechnung geht von einer vorsichtigen Schätzung der Vorkommen aus. "Die dabei eingesetzte Menge von Sekundärlithium, das durch Recycling gewonnen wird, deckt bei unseren Berechnungen zirka 25 Prozent des Gesamtbedarfs, was dem Recycling von Lithium einen hohen Stellenwert gibt", betont sein Kollege Dr. Gerhard Angerer.

Für den Fall, dass das zukünftige Aufkommen der Elektromobile ein deutlich schnelleres Marktwachstum erreicht, haben die Forscher ein zweites Szenario mit einem 85-prozentigen Marktanteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen analysiert. Auch in diesem Szenario kommt es laut Institutsangaben bis 2050 nicht zu einer Erschöpfung der Lithium-Ressourcen. Allerdings seien dann die zu heutigen Lithium-Preisen und Technologien abbaubaren Reserven erschöpft, und es müssten neue Vorkommen erschlossen werden. Vorsorglich empfehlen die Wissenschaftler deshalb, frühzeitig ein Recyclingsystem für Lithium aufzubauen sowie langfristig an der Entwicklung alternativer Batterietypen zu arbeiten, die ohne Lithium auskommen. Denn es müsse auch bedacht werden, dass Lithium nur in wenigen Ländern vorkommt, von denen einige in politisch instabilen Regionen liegen. Deshalb seien trotz ausreichender geologischer Vorkommen, Versorgungsstörungen nicht völlig auszuschließen. Hinzu kommt, dass diese Vorkommen häufig in bislang weitgehend unberührten Ökosystemen, wie Salzseen in Südamerika und China, zu finden sind.

Die Forscher des Fraunhofer ISI geben auch zu bedenken, dass Lithium nicht der einzige Rohstoff ist, der für Elektromobile benötigt wird. Aus diesem Grund sei es wichtig, die Versorgungssicherheit weiterer Rohstoffe für die Elektromobilität zu prüfen. Dazu gehören beispielsweise Kobalt für Batterien, Kupfer für die Wicklungen in den Elektromotoren, Indium für Displays und Neodym für den Einsatz bei Magneten in Elektromotoren.

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