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21.09.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Gesteigerte Transporteffizienz und neues Fahrgestell: DAF präsentiert den neuen XF

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Der niederländische Lkw-Hersteller DAF hat mit der Einführung von Euro-VI-Motoren auch das Design und die Konstruktion seines XF überarbeitet. Die Baureihe, die auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (20. bis 27. September 2012) präsentiert wird, verfügt nun über ein neues Fahrgestell mit geänderter Achsaufhängung für höhere Stabilität. Die Hinterachse und die Übersetzungen wurden ebenfalls geändert. Die Produktion des neuen XF läuft im Frühjahr 2013 an.

Der neue DAF XF ist mit dem neuen 12,9-l-Paccar-MX-13-Motor für Euro VI mit Common-Rail-Technik und einem Turbolader mit variabler Geometrie ausgestattet. Zur Einhaltung der Euro-VI-Emissionsanforderungen kommt eine Abgasrückführung zusammen mit der SCR-Technologie und einem Rußpartikelfilter zum Einsatz, der für maximale passive Regeneration ausgelegt ist.

Der neue Motor ist in Ausführungen mit 300, 340 und 375 kW und einem Drehmoment von 2000 bis 2500 Nm lieferbar, wobei Letzteres über ein breites Drehzahlband (1000 bis 1425/min) abrufbar ist. Bestimmend bei der Entwicklung des neuen Antriebs war die Vorgabe, den Kraftstoffverbrauch auf dem Niveau der aktuellen Euro-V-ATe-Motoren zu halten, ohne dabei Kompromisse in puncto Langlebigkeit (Laufleistung 1,6 Millionen Kilometer) oder die Fahrzeugverfügbarkeit (Wartungsintervalle von bis zu 150.000 km) einzugehen.

Die Motoren sind an neue Paccar-Getriebe mit 12 oder 16 Gängen (manuell und Automatik) aus der Produktion von ZF gekoppelt. Zu den neuen Funktionen der Automatikgetriebe zählen Eco-Roll und Fast-Shift, die den Fahrkomfort verbessern sowie den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emission noch weiter senken sollen. Gleiches gilt für die neuen Hinterachsen, deren neue längere Endübersetzungen niedrigere Motordrehzahlen ermöglichen sollen.

Für Gesamtzuggewichte von bis zu 44 Tonnen und Motordrehmomente von bis zu 2300 Nm ist eine neue und noch leichtere Hinterachse verfügbar. Die Aufhängung verfügt über eine Stabilink-Konstruktion, die die Funktion des Stabilisators integriert, Gewicht spart und ein hohes Maß an Stabilität und verbesserte Handling-Eigenschaften ermöglichen soll. Eine neue Sattelkupplungsbefestigungsplatte und die geschickte Montage der Batteriekästen liefern weitere Gewichtseinsparungen. Das neue Lenkgetriebe sitzt auf einem multifunktionalen Gussteil, sodass die Notwendigkeit einer separaten Lenkgetriebehalterung entfällt. Eine weitere Maßnahmen zur Gewichtsoptimierung des XF ist der neue Dachspoiler. In ihrer Gesamtheit führen diese Maßnahmen dazu, dass eine herkömmliche XF-4x2-Sattelzugmaschine für Euro VI nur rund 90 Kilogramm schwerer ist als der vergleichbare XF105 für Euro V.

Durch die zusätzliche Leistung, die für die Euro VI zur Kühlung des Motors erforderlich ist, war eine vollkommen neue Fahrgestellkonstruktion notwendig. Ein Merkmal vorne ist, dass ein Y-förmiges Rahmenprofil Platz für einen größeren Kühler bietet, um den Luftstrom zur Motorkühlung zu optimieren, sowie für ein viel größeres Ladeluftkühlsystem. Auch der Stoßfänger wurde dahingehend optimiert, dass er die Aerodynamik und Motorkühlung unterstützt. Die Enden des Y-Rahmens vorne sind mit einer neuen Art von Querträger ausgestattet, der noch mehr Stabilität und Steifigkeit ermöglichen soll. Dasselbe gelte für den zusätzlichen Querträger unter der Kühleinheit und den neu gestalteten vorderen Unterfahrschutz, der die aktuellsten europäischen Anforderungen für Aufpralltests (R29) erfülle. Ziel waren die Schaffung von möglichst viel Raum auf dem Fahrgestell sowie maximale Torsionssteifigkeit. Die Achsen, die Achsfederung und die Lenkung sind ebenfalls vollkommen neu.

Neu gestaltet wurde auch der Kühlergrill mit einer nun verchromten Tafel für das Marken-Logo. Komplett neu ist auch die Beleuchtungsanlage mit auf Wunsch erhältlichen LED-Leuchten sowie Tagfahr- und Abbiegelicht. Die Seitenschürzen und der Dachspoiler sind weitere Änderungen. Darüber hinaus wurde auch der Innenraum vom Lenkrad über die Sitze und das Armaturenbrett bis hin zu den größeren Liegen überarbeitet.

Die elektronische Stabilitätsregelung VSC (Vehicle Stability Control), die Stauch- und Überschlagtendenzen entgegenwirkt, zählt zur Serienausstattung. Auf Wunsch erhältlich sind der adaptive Tempomat ACC (Adaptive Cruise Control) und das Auffahrwarnsystem FCW (Forward Collision Warning). Später im Jahr 2013 wird auch das erweiterte Notbremssystem AEBS (Advanced Emergency Braking System) lieferbar sein. Das System bremst das Fahrzeug eigenständig ab und soll es im Notfall sogar völlig zum Stillstand bringen.

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