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29.11.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Grenzen für Fahrzeuglärm werden schrittweise verschärft

Autor:
Angelina Hofacker

Die Lärmgrenzen für Kraftfahrzeuge werden künftig in Europa verschärft. Der Umweltausschuss in Brüssel hat am vergangenen Mittwoch, 27. November 2013, einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Allerdings sieht das EU-Parlament eine Verschärfung der Obergrenzen in kleinen Schritten vor, wie dies bereits im Februar 2013 vorgeschlagen wurde.

Der verabschiedete Gesetzesentwurf beinhaltet eine Senkung von bislang 74 auf 68 Dezibel für Pkw. Nach Inkrafttreten der EU-Richtlinien sollen die neuen Grenzwerte in drei Phasen verschärft werden: In der ersten Phase dürfen die neuen Modelle der Automobilhersteller einen Motorenlärm von 72 Dezibel verursachen. Bislang waren 74 Dezibel erlaubt. Die zweite Phase umfasst einen Zeitraum von acht Jahren, in der ein Grenzwert für neue Modelle und Neuwagen von 70 Dezibel gelten soll. Die dritte Phase, die etwa zwölf Jahre nach Beginn der ersten Phase in Kraft treten soll, sieht eine Lärmobergrenze für alle neuen Modelle und Neuwagen von 68 Dezibel vor. Der Grenzwert für die Lkw (über 12 Tonnen) soll von 81 auf 79 Dezibel gesenkt werden. Die Angaben über die Lärmbelastung müssen – so sieht es das Gesetz vor – durch entsprechende Kennzeichnung für den Verbraucher ersichtlich sein.

Die endgültige Fassung des Gesetzentwurfs sei ein guter Kompromiss , um die Europäer vor schädlichem Verkehrslärm zu schützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu gewährleisten, kommentierte Miroslav Ouzký, Verhandlungsführer des Parlaments, den Beschluss. Der Gesetzesentwurf wurde von den EU-Ministern mit 45 gegen 11 Stimmen und einer Enthaltung angenommen. Der Ministerrat werde voraussichtlich Anfang Dezember dieses Jahres einen gemeinsamen Standpunkt auf Grundlage des Entwurfs verabschieden.

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