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10.07.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Großformatiger Elektrizitätsspeicher in Testbetrieb genommen

Autor:
Angelina Hofacker

Die Partner des Kooperationsprojekts Lessy haben kürzlich einen großformatigen Elektrizitätsspeicher in Testbetrieb genommen. Der Speicher, den Forscher im Rahmen des Projekts entwickelt haben, soll die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von erneuerbarer elektrischer Energie schließen.

An das Netz gegangen ist das Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System (Lessy) am vergangenen Montag, 8. Juli 2013, am STEAG-Kraftwerksstandort Fenne in Völklingen im Saarland. Ziel ist, seine Leistungsfähigkeit in der Praxis zu prüfen. An dem Forschungsprojekt sind neben Evonik, STEAG, Li-Tec Battery und Digatron Industrie-Elektronik, die Institute EWE Next Energy und Power Engineering Saar sowie die Universität Münster beteiligt. Der großformatige Elektrizitätsspeicher ist im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsinitiative entwickelt worden.

Das Speichersystem Lessy basiert auf der Lithium-Ionen-Batterietechnik, die Evonik speziell für die Elektromobilität entwickelt hat. Das System ist auf 4700 Lithium-Ionen-Batteriezellen mit einer Speicherkapazität von rund 700 Kilowattstunden und einer Leistung von rund 1 Megawatt ausgelegt. Speicher auf Basis der Lithium-Ionen-Technik haben grundsätzlich einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad, auch von Lessy, sei von verschiedenen Einflüssen abhängig und werde im Rahmen des Testbetriebs im Detail untersucht, betonen die Kooperationspartner.

Die Funktion des großformatigen Speichersystems besteht den Partnern zufolge darin, einen Puffer zu bilden, wenn mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Der Speicher könne so zur Netzstabilisierung beitragen. Er ist in einem Seecontainer untergebracht. Der jetzt anlaufende Testbetrieb soll zeigen, ob Lithium-Ionen-Speicher-Systeme diese Funktion zuverlässig erfüllen können.

Nach Angaben eines Evonik-Unternehmenssprechers soll das Forschungsprojekt über die rein technische Ausführung eines Großbatteriespeichers hinausgehen. So seien ebenfalls Lösungen erarbeitet worden, wie ein Großbatteriespeicher in den Kraftwerksbetrieb eingebunden werden kann und wie die Betriebsführung, insbesondere hinsichtlich Regelleistungserbringung, zu gestalten ist.

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