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09.04.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Online-Artikel

Hybridfahrzeug Urbee 2 entsteht im 3D-Druckverfahren

verfasst von: Angelina Hofacker

2:30 Min. Lesedauer

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Eine neue Möglichkeit, ein Automobil herzustellen, könnte sein, es einfach zu drucken. Den Prototypen eines solchen Fahrzeugs hat nun die kanadische Firma Kor Eco-Logic entwickelt. Kopf der Firma und Ideengeber ist Ingenieur Jim Kor aus Winnipeg, Manitoba (Kanada). Die leichten Kunststoffteile des dreirädrigen Hybridfahrzeugs namens Urbee 2 - Urbee steht für Urban electric with ethanol as backup - können, wie Kor erläutert, von einem 3D-Drucker hergestellt werden.

Fahrzeugkomponenten im Druckverfahren

Via Rapid Prototyping, also direkte Umsetzung von CAD-Daten in Werkstücke, lassen sich räumliche Gegenstände Schicht für Schicht aufbauen. Beim Prototyp Urbee 2 wird der Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) verwendet. ABS ist ein Werkstoff, der für 3D-Drucker verwendet werden kann. Das geschmolzene Polymer wird vom Drucker in haudünnen Schichten bis zur Fertigstellung des Objekts aufgesprüht. Auf diese Weise werden, im Gegensatz zur herkömmlichen Herstellung von Pkw-Bauteilen, weniger Bauteile benötigt. Beim Urbee 2 sollen dies laut Herstellerangaben etwa vierzig 3D-Komponenten sein. Die Bauteile können durch das Druckverfahren zudem an unterschiedlichen Stellen verschieden dick gestaltet werden, sodass eine hohe Stabilität der Bauteile bei geringem Gewicht erreicht werden könne. Hergestellt werden Interieur- und Exterieur-Teile des neuartigen Fahrzeugs auf einem Statasys Fortus 3D-Drucker. In diesen Paneelen werden darüber verschiedene Funktionen wie beispielsweise die Verkabelung integriert, während sie das röhrenförmige Metallchassis sowie den hybriden Antriebsstrang umschließen.

Maximierung von Reichweite

Der Zweisitzer hat zwei Vorderräder und ein Hinterrad. Urbee 2 wird mithilfe einer Hinterradlenkung gesteuert. Die Gewichtsverteilung liege zu 66 Prozent vorne und 33 Prozent hinten. Eine patentierte High-Speed-Stabilitätskontrolle soll für Stabilität sorgen. Ein Sicherheitskäfig, genannt Exo-Skelett, umgibt die Insassen.

Die Vorderräder werden jeweils von zwei Gleichstrommotoren mit einer Leistung von 3 kW angetrieben. Unterstützt wird der 36-Volt-Elektromotor durch einen Vierzylinder-Dieselverbrennungsmotor mit etwa 7 kW. Der Dieselmotor lädt mithilfe eines Generators die Batterie des Fahrzeugs auf. Die maximale Geschwindigkeit liegt laut vorläufigen Angaben des Herstellers bei 113 km/h. Als Ziel für den Kraftstoffverbrauch seien 0,81 l/100 km.

Eine Zielsetzung der Konstrukteure beim Entwurf des Urbee sei gewesen, den Luftwiderstandsbeiwert auf etwa die Hälfte eines traditionellen Sportwagens zu bringen. Mit der Tropfenform des Urbee 2 soll diese Aerodynamik des Fahrzeugs erreicht werden. Der Luftwiderstandskoeffizient liege bei 0,15. Das Fahrzeug ist 3,1 Meter lang, 1,6 Meter breit, 1,1 Meter hoch und wiegt ohne Ladung 544 Kilogramm. Insassen und Handgepäck dürfen insgesamt nicht mehr als 227 Kilogramm wiegen, um das maximal zulässige Gesamtgewicht von 771 Kilogramm einzuhalten.

Korrektur vom 11. April 2013:
In den Text hat sich leider ein Fehler eingeschlichen, den wir nun korregiert haben. Richtigerweise muss es im vorletzten Absatz die maximale Geschwindigkeit sein und nicht die maximale Beschleunigung. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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