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21.02.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Induktives Laden: Projekt Primove erprobt das Laden von Elektrobussen an Haltestellen

Autor:
Andreas Burkert
1:30 Min. Lesedauer

Elektrobusse im regulären Fahrgastbetrieb sollen künftig an Haltestellen kabellos nachgeladen werden. Um die Alltagstauglichkeit der induktiven Ladetechnik Primove nachzuweisen, erproben der ÖPNV-Anbieter Rhein-Neckar-Verkehr (RNV), die Stadt Mannheim, Bombardier und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam die Technik.

Zwölf Monate lang werden deshalb zwei induktiv geladene Elektrobusse auf den regulären Fahrstrecken der RNV-Buslinie 63 in Mannheim sowie ein Elektro-Servicefahrzeug im Verkehrsgebiet der RNV fahren.

Die induktive Energieübertragung erfolgt im Prinzip über zwei magnetisch gekoppelte Spulen: Eine ist unsichtbar im Straßenbelag an der Haltestelle eingelassen, die andere an der Fahrzeugunterseite verbaut. Durch die Änderung des magnetischen Flusses entsteht in der fahrzeugseitigen Spule eine elektrische Spannung. Damit funktioniert die Energieübertragung zwischen beiden Spulen kabellos.

Forschen an der perfekten Energiesimulation

Schwerpunkt der Forschungsarbeiten am KIT ist in diesem Projekt der Aufbau einer Energiesimulation, die den gesamten Leistungsfluss in den Elektrobussen und an den induktiven Ladestellen abbildet. Damit lassen sich die Größe der Fahrzeugbatterien und die Ausgestaltung der straßenseitigen Ladeinfrastruktur optimal aufeinander abstimmen. Besonderes Augenmerk widmen die Wissenschaftler den Anforderungen an das Versorgungsnetz. Denn es muss in der Lage sein, große Energiemengen in kurzer Zeit an den Ladepunkten bereitzustellen. Darüber hinaus werden die Wirkungsgrade bestimmt. So wollen sie die höhere Energieeffizienz gegenüber konventionellen Antriebslösungen nachweisen. Zudem erfassen Ingenieure nach Inbetriebnahme der Elektrofahrzeuge in einem umfangreichen Messprogramm die tatsächlichen Energieflüsse, um so die Simulationsergebnisse zu bestätigen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, die straßenseitigen Ladeeinrichtungen so zu gestalten, dass dort sowohl die Elektrobusse als auch das Elektro-Servicefahrzeug geladen werden können. Die gemeinsame Nutzung derselben Ladeinfrastruktur ist eine weitere entscheidende Erleichterung zur breiten Einführung der Elektromobilität in innerstädtische Bereiche.

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