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07.09.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

ZeMA und DFKI gründen Zentrum für innovative Produktionstechnologien

Autor:
Angelina Hofacker

Das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben einen Kooperationsvertrag über den Aufbau und den Betrieb eines Zentrums für Produktionstechnik/Industrie 4.0 unterzeichnet. Der Schwerpunkt soll im Bereich Automotive liegen.

"Das DFKI und das ZeMA ergänzen sich in idealer Weise in ihren Kompetenzen aus Informatik, Künstlicher Intelligenz und Ingenieurwissenschaften. Wir arbeiten bereits heute in einer ganzen Reihe von Projekten sehr gut zusammen", sagt Professor Dr.-Ing. Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZeMA. Das gemeinsame Zentrum für innovative Produktionstechnologien in Saarbrücken namens Power4Production (P4P) soll Ansprechpartner für die saarländische Wirtschaft werden. Das neue Zentrum soll offiziell am 2. Oktober 2015 eröffnet werden.

Innovative Produktionstechnik für die Automobilindustrie

Der Schwerpunkt liege im Bereich der Automobilindustrie. Im Mittelpunkt stehe die intelligente Vernetzung von Produkten und Produktionsumgebungen der industriellen Wertschöpfung. Dabei soll es im ersten Schritt um Themen wie direkte Kommunikation zwischen Werkstück und Maschine und um die Mensch-Roboter-Kommunikation (MRK) in Verbindung mit sogenannten Cyber-Physischen-Produktionssystemen gehen. Dazu kommen den Kooperationspartnern zufolge Fragestellungen rund um Themen wie robuste Netze, Cloud-Computing und Energieeffizienz in der Produktion. "Die Automobilindustrie und deren Zulieferer sind ideale Partner für Industrie 4.0, weil hier 80 Prozent aller Innovationen nur durch weitere Digitalisierung zu erzielen sind", erklärt Professor Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI. "Nachdem wir seit zehn Jahren mit unserer SmartFactory am DFKI in Kaiserslautern die Grundlagen gelegt haben und vor fünf Jahren das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 für die Bundesregierung vorbereitet haben, arbeiten wir jetzt zusammen mit dem ZeMA an der Umsetzung multiadaptiver Fabriken und industrieller Assistenzsysteme der nächsten Generation", berichtet Wahlster.

Neben der Forschung im Themengebiet Industrie 4.0 soll am Zentrum ein Unternehmensnetzwerk aufgebaut werden, das aktuelle Herausforderung aus der betrieblichen Praxis bearbeitet. Ergänzt werden soll das Leistungsspektrum von P4P durch Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Führungskräfte aus Unternehmen. Das Zentrum soll am Standort des ZeMA in Saarbrücken von Mitarbeitern aus dem DFKI und ZeMA betrieben und durch die Professoren Müller und Wahlster gleichberechtigt geleitet werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr fördert im Rahmen seiner industriepolitischen Initiative "Saarland Industrieland. Wie wir mit Industrie Zukunft gewinnen" die laufenden Kosten für das neue Zentrum zunächst für drei Jahre. Die notwendige zusätzliche Hallenfläche und deren Bewirtschaftung werde ebenso wie die finanzielle Grundförderung des ZeMA von der Staatskanzlei des Saarlandes bereitgestellt. Die Forschung am Zentrum soll über öffentlich geförderte Projekte und die direkte Zusammenarbeit mit der Industrie finanziert werden.

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