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01.09.2009 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Insolvenzverfahren über Automobilzulieferer AKsys eröffnet

Autor:
Caterina Schröder

Das Amtsgericht Worms hat zum 1. September 2009 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKsys GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter des international tätigen Spezialisten für Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile bestellte das Gericht Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack/Hoefer, der bereits seit Ende Mai als vorläufiger Insolvenzverwalter bei AKsys tätig ist. Er betonte, dass die Produktion auch nach dem 1. September in vollem Umfang weitergehe, für die Kunden ändere sich auch mit der Eröffnung des Verfahrens nichts.

Ein bedeutender Schritt in diese Richtung ist ein neuer Investor für AKsys. "Wir verhandeln derzeit mit zahlreichen Interessenten aus dem In- und Ausland, die AKsys übernehmen und fortführen wollen", sagte Hoefer, der bereits die Automobilzulieferer ATS und Utescheny saniert hat. "Das Interesse ist groß, die Gespräche sind durchweg positiv verlaufen und der Investorenprozess ist in vollem Gang. Wir prüfen derzeit gemeinsam mit unserem Partner Metzler Corporate Finance die vorliegenden Interessenbekundungen." Das geschehe so schnell wie möglich, aber auch so gründlich wie nötig, sagte der Insolvenzverwalter. Weiterführende Aussagen zum Investorenprozess sind daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Hoefer rechnet im Herbst mit ersten konkreten Ergebnissen und betonte, dass der Investorenprozess weiterhin allen Interessenten offenstehe.

"Um die Standorte des Unternehmens zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, arbeiten wir außerdem weiter am Restrukturierungsprogramm der AKsys und passen es an die neuen Gegebenheiten an", ergänzt Hoefer. Er sei zuversichtlich, dass eine Sanierung und eine langfristige Fortführung der AKsys gelingen könnten, da das Unternehmen in der Branche über einen sehr guten Ruf verfüge und eine sehr qualifizierte Belegschaft habe, die eingeführte und qualitativ hochwertige Produkte herstelle.

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem "Wirtschaftsfonds Deutschland" nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai 2009 abgelehnt worden.

Mit dem Stammsitz im rheinland-pfälzischen Worms besitzt AKsys insgesamt zehn Standorte in Deutschland und Niederlassungen in Polen, Spanien, Brasilien, Mexiko und den USA. Insgesamt sind für die AKsys-Gruppe rund 2.400 Mitarbeiter tätig, davon arbeiten rund 1.800 in Deutschland und rund 600 im Ausland.

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