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20.12.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Leichte Nutzfahrzeuge: EU-Umweltminister verordnen Reduzierung der Emissionen

Autor:
Katrin Pudenz

Vom Jahr 2020 an soll die CO2-Emission leichter Nutzfahrzeuge bei 147 Gramm pro Kilometer liegen. Derzeit liegt sie bei 200 Gramm pro Kilometer. Nach dem Willen der Umweltminister der Europäischen Union (EU) sollen nun auch die leichten Nutzfahrzeuge weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Eine entsprechende neue Regelung beschlossen gestern die EU-Umweltminister in Brüssel.

Die Umweltminister haben sich für den von der belgischen EU-Präsidentschaft mit dem Europäischen Parlament und der Kommission ausgehandelten Kompromiss ausgesprochen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (Bild) begrüßte die Einigung, das teilte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gestern in Berlin mit. "Die Zukunft gehört den sparsamen Kleintransportern. Mit den zukünftigen Regelungen zur CO2-Minderung werden klare Vorgaben geschaffen, den Kraftstoffverbrauch leichter Nutzfahrzeugen deutlich zu senken. Dies trägt zum Klimaschutz bei und schafft Anreize für neue Technologien. Auch die Nutzerinnen und Nutzer dieser Fahrzeuge profitieren, denn sie sparen Kraftstoff und damit Geld", erklärte Röttgen.

Bis zum Jahr 2020 müssen leichte Nutzfahrzeuge ihre Emissionen durchschnittlich um rund 27 Prozent auf 147 Gramm CO2 pro Kilometer (rund 5,6 Liter Diesel) mindern. Für das Jahr 2017 wurde ein Zwischenziel von 175 Gramm CO2 pro Kilometer (rund 6,7 Liter Diesel) festgelegt. Dieses soll ab dem Jahr 2014 schrittweise eingeführt werden, teilt das BMU mit. Schafft ein Hersteller die Grenzwerte nicht, werden empfindliche Strafzahlungen für die Überschreitung vorgesehen.

Eine http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/12761/Reduzierung-des-CO2-Ausstosses-bei-leichten-Nfz-158-Gramm-CO2-pro-Kilometer-realistisch.html zum Reduzierungspotenzial von CO2 bei leichten Nutzfahrzeugen, die gemeinsam vom Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführt wurde, kommt allerdings zu den Schluss, dass bis zum Jahr 2020 eine Reduzierung auf 158 Gramm pro Kilometer realistisch wären, http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/12761/Reduzierung-des-CO2-Ausstosses-bei-leichten-Nfz-158-Gramm-CO2-pro-Kilometer-realistisch.html.

Bereits im Jahr 2009 wurden Regelungen zur Minderung der CO2-Emissionen bei Personenkraftwagen verabschiedet. Dementsprechend folgen laut BMU nun  vergleichbare Regelungen für leichte Nutzfahrzeuge (Kleintransporter). Diese machen rund sechs Prozent der CO2-Emissionen des Straßenverkehrs aus. Die zukünftige Verordnung soll darüber hinaus Anreize für Fahrzeuge vorsehen, die besonders wenig CO2 emittieren, wie zum Beispiel Plug-In-Hydrid- und Elektrofahrzeuge. Ferner sollen auch Technologien gefördert werden, die zusätzliche Kraftstoffeinsparungen bringen, erklärt das BMU. Dazu würden so genannte Öko-Innovationen zählen wie zum Beispiel LED-Leuchten oder ein verbessertes Wärmemanagement des Motors.

(Bild: BMU; Panorama: Volkswagen)

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