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23.09.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Projekt e-SolCar bindet Elektroautobatterien als Speicher ins Stromnetz ein

Autor:
Katrin Pudenz
1:30 Min. Lesedauer

Wissenschaftlern ist es im Rahmen des Forschungsprojekts e-SolCar an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) gelungen, den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen sowie die Energierückspeisung aus der Fahrzeugbatterie ins Netz von einer Leitstelle zu steuern. Damit sei ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zum "rollenden Energiespeicher" vollzogen worden, so die BTU.

e-SolCar vereint Partner wie Siemens, Vattenfall Europe Mining & Generation, den Fahrzeughersteller German E-Cars R&D und dem BTU-Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik unter der Leitung von Professor Harald Schwarz, Direktor vom Centrum für Ener-gietechnologie Brandenburg (CEBra) und Leiter des e-SolCar-Projektes.

Für die Einspeisung der Energie aus der Fahrzeugbatterie zurück in das Stromnetz spielt die gemeinsam zwischen BTU, German E-Cars Research & Development und Siemens entwickelte Kommunikation zwischen einem Leitsystem, der Ladeinfrastruktur und dem Elektrofahrzeug eine wesentliche Rolle. Nur dadurch sei es möglich, alle relevanten Ladeparameter kontinuierlich zu erfassen und vom Netzleitsystem aus die Be- und Entladung zentral zu steuern, berichten die Wissenschaftler. Wichtig für eine breite Anwendung sei, dass diese Kommunikation über das bislang verwendete, genormte Steckersystem zwischen Ladesäule und Fahrzeug übertragen werde. Ferner gebe der Fahrzeugnutzer dem Leitsystem immer vor, wann er sein Fahrzeug wieder vollgeladen nutzen will. Dadurch soll verhindert werde, dass das Leitsystem Fahrzeuge "nicht-nutzergerecht" entlädt.

Das Fahrzeug-ins-Netz(Vehicle to grid)-Prinzip soll nun nach der Erprobung im Versuchsfahrzeug in den nächsten Wochen auf den gesamten Fahrzeugpool mit 15 Elektrofahrzeugen und die Ladesäuleninfrastruktur an der BTU übertragen werden.

Das e-SolCar-Projekt wird vom Land Brandenburg und vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Bis zum Projektabschluss 2014 wird das e-SolCar-Team weiter an integrierten Lösungen für intelligente Stromnetze forschen und die Entwicklung von Elektromobilitäts-Technik vorantreiben.

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