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08.02.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Leichtbau treibt Schweißinnovationen

Autor:
Stefan Schlott

Die anhaltenden Bemühungen um leichtgewichtige Karosserien erfordern neue Wege in der Verbindungstechnik. Einen Blick auf aktuelle und künftige Entwicklungen gestattet die zweite internationale fügetechnische Konferenz, die die Fronius GmbH heute und morgen im österreichischen Wels veranstaltet. Für die Anbieter von Füge- und Verbindungstechniken gilt die Automobilbranche als Leitindustrie. Nicht nur die Key Accounter von Schweißanlagenherstellern wissen, dass Anwendungen bei OEMs und Zulieferern früher oder später auch in anderen Branchen zum Einsatz kommen. Entsprechend intensiv sind die Entwicklungsanstrengungen, die in innovative Fügeverfahren für die Automobilindustrie gesteckt werden. Vor allem die Bemühungen um werkstofflichen Leichtbau gelten als fordernd. Denn neue Werkstoffpaarungen erfordern in der Regel auch neue Verbindungstechniken.

Doch damit einher geht derzeit eine kontinuierliche Zunahme mechanischer Verbindungsverfahren, während die thermische Verbindungstechnik ein wenig an Boden verliert. Dem treten die Schweißanlagenhersteller mit Innovationen entgegen. Möglichst spritzerfreie Schweißverfahren erhöhen die Qualität und Produktivität beim Fügen von Blech. Der CMT-Prozess (Cold Metal Transfer) von Fronius erfüllt diese Bedingungen. Eine Grenze lag in der Vergangenheit jedoch in seiner Leistung. Die neue Verfahrensvariante Puls-Mix kombiniert den CMT- und Impulslichtbogen-Prozess. Damit steht dem Anwender die relativ hohe Leistungsgrenze des Impulslichtbogens mit nahezu CMT-Qualität zur Verfügung.

Die noch junge Technik konnte sich zwischenzeitlich etablieren. Als erster Anwender nutzt Magna Steyr ein CMT-Handschweißverfahren im Karosseriebau für die Leichtbau-Aluminiumkarosserie des Mercedes-Benz SLS AMG. Insgesamt werden für den Sportwagen 197 Blechteile, 146 Profile und 16 Gussteile mit 70 Meter CMT-Naht, 975 Stanznieten, 581 Fließlochschrauben sowie 130 Meter Klebenaht zusammengehalten. BMW arbeitet derweil an Grundsatzuntersuchungen zum CMT-Schweißen von Leichtbaukomponenten aus Magnesium. Denn aufgrund der etwas schlechteren Schweißeignung ist Magnesium vom Prinzip her anspruchsvoller als Aluminium-und Stahl-Werkstoffe zu verarbeiten. Der CMT-Lichtbogen, so die Erkenntnisse bei BMW, ermöglicht jedoch einen guten Werkstoffübergang, sodass reproduzierbare Schweißungen in der Produktion zu erwarten sind.

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