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25.04.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Messring produziert neues ADAC-Testsystem für Notbremsassistenten

Autor:
Katrin Pudenz

Das Unternehmen Messring Systembau und der Automobilclub ADAC kooperieren im Bereich der automobilen Sicherheitstechnik. Der Hersteller von Crashtestanlangen aus Krailling bei München produziert und vertreibt das neue ADAC-Testsystem für Notbremsassistenten. Dieses vom ADAC entworfene und zum Patent angemeldete Advanced-Emergency-Braking-System (AEBS) simuliert beziehungsweise testet das Verhalten von aktiven Sicherheitssystemen in Fahrzeugen.

Aktive Sicherheitssysteme werden im Prinzip bereits vor einem potenziellen Unfall aktiv, um mögliche Personen- sowie Materialschäden zu verhindern oder abzumindern. Die Systeme warnen den Fahrer je nach Auslegung des Herstellers vor einer möglichen Kollision und tragen somit dazu bei, dass er die maximale Bremsleistung des Fahrzeugs einsetzt. Außerdem können diese Systeme in kritischen Situationen die Bremsen auch autonom.

Vom Jahr 2014 an wird Euro NCAP (Europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programm) alle Verbraucherschutztests mit diesem System durchführen. Die Ergebnisse aus diesen Tests fließen dann direkt in die Sternebewertung ein. Dies bedeutet, wie der Crashtestanlagenhersteller erläutert, dass alle Fahrzeughersteller, Zulieferer und Institute mit einer Testeinrichtung arbeiten werden, die durch den ADAC spezifiziert wurde.

Das AEBS besteht aus mehreren Komponenten: einem sogenannten "Target", das optisch einem Autoheck nachempfunden ist und einem robusten Schienensystem, auf dem das Zielobjekt-Autoheck befestigt ist. Das Schienensystem wird an einer gewöhnlichen Pkw-Kupplung befestigt und der Autoheck-Dummy darauf montiert. Damit das Testfahrzeug den Dummy als reales Fahrzeug klassifizieren kann, wurde dieser auf die verschiedenen Assistenzsysteme abgestimmt, egal ob diese Sicherheitssysteme auf Radar, Kamera oder Lasertechnik basieren, erläutern die Crashtestanlagenkonstrukteure. Das Gesamtsystem könne dabei für Zuggeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h eingesetzt werden. Es lasse sich schnell auf und abbauen, verfüge über hohe mögliche Testfrequenz sowie große Robustheit. Für stationäre Versuche, die das Bremsverhalten auf stehende Fahrzeuge testen, sei zudem ein spezieller Standschlitten entwickelt worden. Zudem sollen sich alle Versuche durchführen lassen, ohne dass Schäden am Testfahrzeug oder am Testsystem verursacht werden.

Der Schienenschlitten sei 1350 mm hoch und 1600 mm breit. Er wiegt laut Messring-Angaben 126 kg. Der Standschlitten habe ein Gewicht von 74 kg. Sowohl für den Schienenschlitten als auch für den Standschlitten liege die Differenzgeschwindigkeit bei bis zu 50 km/h. Die Gesamtlänge des Systems wird mit 21,4 m angegeben zudem verfügt es über eine höhenverstellbare Zugdeichsel.

Euro NCAP hat die Testszenarien für Assistenzsysteme bereits in drei Kategorien unterteilt: City-AEB verhindert Kollisionen innerorts bis 20 km/h, AEB Interurban vermeidet Crashs in einem Bereich zwischen 50 km/h und 80 km/h und das Fußgängererkennungssystem erkennt plötzlich vor dem Fahrzeug auftauchende Fußgänger. Alle drei Szenarien lassen sich mit dem AEBS-Testsystem simulieren.

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