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12.05.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Volkswagen präsentiert nächste Generation von Downsizing-Verbrennungsmotoren

Autor:
Katrin Pudenz

Volkswagen setzt nach eigenen Angaben weiter auf Downsizing: Das wurde im Rahmen des diesjährigen 35. Wiener Motorensymposium deutlich gemacht. Künftige Antriebstrends stellte Dr. Heinz-Jakob Neußer, Volkswagen-Vorstand für den Geschäftsbereich Entwicklung und Verantwortlicher für die Aggregateentwicklung des Konzerns, unter der Maxime "Performance und Effizienz" vor.

Denn als globaler Fahrzeughersteller werde eine der wesentlichen Herausforderungen in der kontinuierlichen Reduzierung der CO2-Werte liegen - dies unter Beachtung weltweit sehr unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen. Neußer erklärte, dass beispielsweise neueste Turbolader-Techniken wie der "Electric Booster", zur Verbesserung des dynamischen Drehmomentaufbaus künftige Downsizing-Strategien wirkungsvoll unterstützen können. Neben ersten Einblicken in die neuen leistungs- und drehmomentstarken Triebwerke des Konzerns, wie dem neu entwickelten 2,0-l-TDI-Biturbo mit 176 kW Leistung für den neuen Passat oder den 2,0-l-TSI mit bis zu 294 kW Leistung für die sportlichsten Golf-Modelle, zeigte Neußer auch die neueste Entwicklungsspitze auf dem Gebiet der DSG-Getriebe: das neue 10-Gang-DSG für Drehmomente von 500 Nm und mehr.

Im Rahmen von Fachvorträgen wurde in der österreichischen Hauptstadt außerdem die nächste Generation von Downsizing-Verbrennungsmotoren im Einstiegssegment von Volkswagen vorgestellt: Der neue Dreizylinder-TDI und der neue 1,0-l-Dreizylinder-TSI.

1,0-l-Dreizylinder-TSI

Mit dem neuen Dreizylinder-TSI-Motor führt Volkswagen laut Angaben seine Downsizing-Strategie konsequent und kontinuierlich fort. Die nächste Evolutionsstufe der EA211-Motorenfamilie soll in Fahrzeugen der A0-Klasse (Polo) und A-Klasse (Golf) Zug um Zug in Serie gehen. Die gegenüber dem Vierzylinder weiterentwickelten Ladungswechsel- und Einspritz-Komponenten des Dreizyylinder TSI seien die Basis für ein effizienteres Brennverfahren mit schneller Energieumsetzung.

Der 1,0-l-TSI, der zunächst im Polo und im Golf in drei Leistungsstufen zum Einsatz kommen soll, erweitert den bestehenden Baukasten aus Dreizylinder-MPI und Vierzylinder-TSI-Motoren. Mit Turboaufladung und Direkteinspritzung leistet der Dreizylinder laut Angaben im Golf 85 kW, im Polo 70 und 81 kW. Das maximale Drehmoment beträgt bei der 70 kW Variante 160 Nm, in den beiden höheren Leistungsstufen bei 200 Nm.

Auf Basis dieses neuen 1,0-l-TSI-Dreizylinder soll es zukünftig auch eine CNG-Variante geben. Damit werde der Ausbau des Erdgas-Modellportfolios in das Kleinwagensegment fortgeführt.

Der neue 1,4-l-3-Zylinder-TDI

Im Rahmen der Aggregate-Strategie der Marke Volkswagen wird der Modulare Dieselbaukasten (MDB) um einen neuen 1,4-Liter 3-Zylinder Motor erweitert, wie weiter berichtet wird. Schwerpunkte der Entwicklung waren laut Angaben eine im Vergleich zum Vorgängermotor deutliche Reduzierung des Gewichts und des Kraftstoffverbrauchs sowie eine verbesserte Leistung.

Die kompakte Bauweise ermögliche den Einsatz in Fahrzeugen der Segmente A0 und A des Volkswagen-Konzerns. Zunächst setzt der neue Dreizylinder-TDI in insgesamt drei Leistungsstufen (55, 66 und 77 kW) ein, bei einer Drehmomentspanne von 210 bis 250 Nm.

Die neuen TDI-Motoren, die zudem durchgängig die Euro-6-Abgasnorm erfüllen, sollen alle bisherigen Dieselmotoren (1,2-l-Dreizylinder-TDI und 1,6-l-Vierzylinder-TDI) im Polo ablösen.

Einen Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten, sowohl bei den TSI- als auch bei den TDI-Aggregaten, stellte die Verbrauchs- beziehungsweise CO2-Absenkung dar, wie es aus Wolfsburg heißt. Gegenüber den Vorgängermotoren konnte, in Verbindung mit den Getriebe- und BlueMotion-Technology-Maßnahmen, eine Verbrauchsreduzierung um bis zu 21 Prozent erreicht werden, wird berichtet. Trotz der für die Emissionsvorschriften erforderlichen zusätzlichen Technikbausteine, sei es gelungen durch Leichtbau und den Umstieg auf ein Aluminium-Zylinderkurbelgehäuse eine Gewichtsreduzierung um zirka 11 kg gegenüber dem bisherigen Dreizylindermotor zu erzielen. Im Vergleich zum abgelösten Vierzylinderaggregat betrage die Gewichtsreduzierung rund 30 kg.

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