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03.05.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Automotive Innovations Award 2013: Zum dritten Mal in Folge ist Volkswagen innovativster Konzern

Autor:
Katrin Pudenz

Volkswagen hat den von Pricewaterhouse Coopers (PwC) und dem Center of Automotive Management (CAM) verliehenen Automotive Innovations Award 2013 in der Kategorie "Innovationsstärkster Automobilkonzern" gewonnen, wie PwC berichtete. Im Wettbewerb um die "Innovationsstärkste Marke" setzte sich Mercedes-Benz durch, Audi verbesserte sich und belegt - nach einem achten Platz im Vorjahr - Rang zwei vor Vorjahressieger BMW.

Der Volkswagen Konzern überzeugte laut PwC durch die besonders hohe Zahl und die technologische Breite der Innovationen und konnte sich hier, anders als fast alle anderen Konzerne, gegenüber dem Vorjahr sogar noch steigern.

Entscheidungsgrundlage für den Automotive Innovations Award ist eine Studie auf Basis der Innovationsdatenbank des CAM in Bergisch Gladbach, wie PwC erläuterte. Im achten Jahr in Folge werden die fahrzeugtechnischen Innovationen von 18 globalen Automobilkonzernen mit 52 Marken systematisch erhoben und nach quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet. Als Innovationen gelten Neuerungen, die einen spürbaren zusätzlichen Kundennutzen bieten. Darüber müssen die Neuerungen bereits verfügbar oder zumindest in entwickelten Prototypen vorgestellt worden sein. Im Jahr 2012 gingen 791 Innovationen der Automobilhersteller in die Bewertung ein. Auf die deutschen Automobilhersteller (Konzern) entfielen dabei 39 Prozent aller Innovationen, gefolgt von den japanischen Herstellern mit 23 Prozent.

Die Preisträger

Die Awards 2013 wurden in acht Kategorien vergeben. Volkswagen gewann in der Kategorie "Innovationsstärkster Konzern" vor Daimler und Toyota. Nach 2011 und 2012 hat das Wolfsburger Unternehmen diesen Preis zum dritten Mal in Folge gewonnen. Platz 1 in der Kategorie "Innovationsstärkste Automobilmarke" belegte Mercedes-Benz vor Audi und BMW. In der Kategorie "Konventionelle Antriebe" hatte Volkswagen wieder die Nase vorne. Der Konzern führte nicht nur die meisten Innovationen ein, sondern realisierte auch bedeutende Effizienzgewinne durch eine breite Einführung neuer Motoren beispielsweise mit Zylinderabschaltung, aber auch durch alternative Antriebsformen wie Hybride oder Erdgasmotoren.

Daimler gewann den Award in der Kategorie "Sicherheitssysteme". Auffallend sei laut PwC das Engagement der Automobilhersteller in der Kategorie "Aktive/passive Sicherheitssysteme": Mit insgesamt 209 Innovationen habe das CAM hier 30 Prozent mehr Neuheiten als im Vorjahr verzeichnet und mehr als vier Mal so viele wie im Jahr 2006, als in dieser Kategorie gerade einmal 52 Innovationen insgesamt gezählt wurden. Mit 26 Innovationen entschied Daimler diese Kategorie für sich. Die Innovationen seien aufgrund ihrer Originalität im Durchschnitt mit jeweils 1,34 Indexpunkten bewertet worden. Volkswagen komme zwar auf 44 Innovationen, sie seien jedoch im Durchschnitt deutlich niedriger bewertet worden, weil vielfach lediglich vorhandene Neuerungen auf andere Marken adaptiert worden seien.

Zum ersten Mal verliehen CAM und PwC einen Sonderpreis für Innovationen im wichtigen Technologiefeld "Alternative Antriebe", die bereits in Serie verfügbar sind. Gewinner in dieser Kategorie: Toyota. Der Sieg der Japaner in dieser Kategorie resultiere aus einigen hoch bewerteten Innovationen von im Durschnitt 2,1 Indexpunkten. Sechs der acht Neuerungen seien parallele Vollhybrid-Modelle von Lexus und Toyota, die in allen Fällen deutlich im Kraftstoffverbrauch verbessert worden seien. Toyota habe den Hybrid nicht nur salonfähig gemacht, sondern bleibe mit dem höchsten Reifegrad der Neuerungen weiterhin der Treiber in diesem Feld, urteilen die Experten des Beratungsunternehmens.

Im Bereich "Fahrzeugkonzepte" setzte sich Renault als innovativster Konzern an die Spitze. In dieser Kategorie werden etwa völlig neue Arten von Fahrzeugen oder neuartige Karosseriekonzepte gefasst. Die spektakulärste Neuerung von Renault sei im vergangenen Jahr der Twizy gewesen. Mit diesem Fahrzeug habe es Renault erstmals geschafft, das Elektroauto in einem niedrigeren Preissegment einzuführen.

Volkswagen erhielt in der Kategorie "Informations- und Kommunikationssysteme" die beste Bewertung. Aufgrund der Vielzahl der Innovationen (31 Neuerungen, zweiter Toyota mit 15 Neuerungen) liegt der Volkswagen-Konzern hier vorn. Innerhalb des Konzerns trägt Audi nach PwC-Angaben mit sieben Indexpunkten am weitaus meisten zum guten Ergebnis bei, hier punktet insbesondere der neue Audi A3 als Technologieträger.

"Eine hohe Innovationskraft ist in Zeiten paradigmatischen Technologiewandels der Branche eine wichtige Erfolgs- und Überlebensbedingung", erläuterte Professor Dr. Stefan Bratzel vom CAM. "Dass die deutschen Hersteller, allen voran der Volkswagen Konzern, bei Innovationen weltweit führend sind, ist eine zentrale Grundlage für profitables Wachstums, auf der man sich jedoch nicht ausruhen sollte. Die derzeitige Technologiedynamik kann die Gewichte in kurzer Zeit wieder verschieben."

"Dass sowohl der als innovationsstärkster Automobilkonzern geehrte Hersteller als auch die nach der Analyse innovationsstärkste Marke aus Deutschland kommen, zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. Mit ihrem klaren Bekenntnis zu Forschung und Innovation dominiert sie insbesondere über ihre Positionierung im Premiumsegment; schließlich sieht das Center of Automotive Management bei der Kür der innovationsstärksten Marke nicht nur eine deutsche Premiummarke an der Spitze, sondern auch auf den Plätzen zwei und drei," kommentiert Felix Kuhnert, Leiter des Bereiches Automobilindustrie von PwC in Deutschland und Europa.

Bosch gewinnt zwei von fünf Zulieferer-Awards

Die in diesem Jahr erstmals vergebenen Zulieferer-Awards konnte Bosch die Automotive Innovations Awards in den Kategorien "Antriebstechnik" und "Elektrik/Elektronik" für sich entscheiden. Dabei gebe nicht allein die Anzahl, sondern auch die Originalität und Bedeutung der Innovationen den Ausschlag, erläutern die PwC-Experten. Im Bereich Chassis gewann ZF Friedrichshafen den ersten Preis, die Kategorie Karosserie und Exterieur ging an Brose. Der fünfte Zulieferer-Award, der für die höchste Innovationsstärke beim Interieur vergeben wurde, wurde an Johnson Controls vergeben.

"Die Spitzenpositionierungen der deutschen Automobilhersteller beruhen zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil auch auf der Innovationskraft der deutschen Automobilzulieferer. Sie haben die erstmals verliehenen AutomotiveINNOVATIONS Awards für Zulieferer in vier von fünf Kategorien für sich entschieden. Für den andauernden Erfolg der deutschen Automobilwirtschaft wird es deswegen entscheidend darauf ankommen die enge Vernetzung zwischen Herstellern und Zulieferern zu fördern. Nicht zuletzt treibt gerade der Premiumanspruch der deutschen Hersteller die Zulieferer zu Höchstleistungen", kommentiert PwC-Automobilexperte Felix Kuhnert.

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