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10.07.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neue ABS-Generation für alle Motorradtypen

Autor:
Katrin Pudenz

Bosch hat eine neue Antiblockiersystem(ABS)-Version für Motorräder entwickelt. Die aktuelle Generation 9 soll mit einer Größe von 0,4 Liter und einem Gewicht von 700 Gramm nahezu halb so groß und schwer wie die Vorgängergeneration sein, erklärt der Zulieferer. Angeboten wird das modular aufgebaute System in verschiedenen Ausbaustufen, die von einer Basisvariante bis zur Top-Version mit integrierter elektronischer Verbundbremse reichen. Damit steht für jedes Motorrad eine Lösung zur Verfügung.

ABS-Systeme aller Zulieferer basierten bislang auf der Pkw-Technik und waren daher vergleichsweise groß, erläutert der Zulieferer. Sei ein Einbau bei größeren Maschinen noch möglich gewesen, so sei dies bei kleinen Motorrädern oftmals nicht mehr gelungen. Zeitgleich zur neuen Generation von Bosch-Bremsregelsystemen für Pkw haben die Ingenieure des Entwicklungszentrums in Japan daher eine eigenständige ABS-Baureihe für Motorräder konzipiert, erklärt das Unternehmen. So ist die ABS-Generation 9 ist nur noch halb so groß wie ihr Vorgänger, wie es heißt. Sie sei modular aufgebaut, so dass sich Varianten für unterschiedliche Funktionsumfänge realisieren lassen, und kostengünstig konstruiert, was Voraussetzung für den breiten Einsatz in allen Motorrädern mit hydraulischer Bremsanlage sei.

Trotz ihrer kompakten Bauart soll bereits die Basisvariante ABS 9 base den vollen Blockierschutz bieten. Die Variante ABS 9 plus soll besonders für leistungsstarke Maschinen geeignet sein. Indem das System bereits beim Druckaufbau während einer Notbremsung wirksam werde, könne es mithilfe eines zusätzlichen Drucksensors speziell das Abheben des Hinterrads und damit den drohenden Überschlag nach vorne verhindern. Die leistungsfähigste Ausbaustufe ABS 9 enhanced bietet zusätzlich die so genannte eCBS-Funktion, erklärt das Unternehmen. Dieses Kürzel steht laut Angaben für "electronic Combined Brake System", was übersetzt deutsch elektronisches Verbund-Bremssystem heißt. Damit beschreibt das Unternehmen eine neuartige Kombination aus Vorder- und Hinterradbremse. Es soll bei dieser integrierten Version genügen, wenn der Fahrer nur eine der beiden Bremsen - wahlweise vorne oder hinten - betätigt. ABS 9 enhanced schaltet die zweite Bremse laut Unternehmen automatisch zu, ohne dass die Bedienkraft für den Fahrer ansteigt oder die Dosierung sich verändert. Sicheres Bremsen gelinge damit bei Nässe ebenso wie auf trockener, griffiger Fahrbahn. Heute schon könne die neue Version helfen, Aufstellmoment und Kurvenneigung beim Bremsen in Schräglage moderat zu stabilisieren. Das ABS 9 mit eCBS soll zudem noch weiter ausbaufähig sein. Schon heute bewähren sich laut Unternehmensangaben Versionen in der Erprobung, die den Bremsdruck auch in Kurven so effektiv modulieren, dass der typische Motorradunfall durch Überbremsen des Vorder- oder Hinterrads auch hier weitgehend ausgeschlossen bleibt. Auch ein abgestimmter Eingriff in das Motormanagement sei möglich. Dadurch würden neue Funktionen wie eine Traktionskontrolle und eine Berg-Anfahrhilfe nutzbar.

Die Generation 9 ist, wie es heißt, in Serie und wird aktuell in Modellen von Kawasaki, BMW, Ducati und KTM eingesetzt.

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