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17.04.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neue Kraftmesswand bringt zusätzliche Daten-Dimension in den Crashtest

Autor:
Caterina Schröder
1:30 Min. Lesedauer

Messring hat eine neue Kraftmesswand vor allem für die Strukturanalyse von Karosserien und zur Untersuchung der Fahrzeugkompatibilität bei Unfällen entwickelt. Die M=Wall unterscheidet sich nach Angaben des Münchner Herstellers von Crashtestanlagen in drei wesentliche Merkmale von ihren Vorgängermodellen sowie von anderen Angeboten auf dem Markt: die Datenmessung über insgesamt fünf statt bislang maximal drei Achsen, die innerhalb der Zellen integrierte Datenerfassung sowie die bedienerfreundliche Steckverbindung der Zellen über das M=Bus-System. Dabei liefern die Sensoren Messergebnisse bis zu einer Krafteinwirkung von 400 kN.

Zentrales Element der neuartigen Kraftmesswand sind die neu entwickelten, 125 Millimeter großen Zellen, die sich variabel zu einer Kraftmesswand in nahezu beliebiger Größe zusammenfügen lassen. Die Sensoren, die Messergebnisse bis zu einer Krafteinwirkung von 400 kN liefern, erfassen die Kraftverteilung beim Aufprall nicht nur in drei Richtungen (in Fahrtrichtung geradeaus sowie vertikal und quer), sondern zeichnen auch Drehmomente auf. Damit beziehen sie insgesamt fünf Achsen in die Darstellung der Aufprallenergie ein und zeichnen so ein genaueres Abbild des jeweiligen Fahrzeugaufschlags auf die Kraftmesswand. Die zusätzlich erhobenen Daten helfen unter anderem bei der Prüfung der Kompatibilität von Fahrzeugen im Falle eines Crashs - einem Thema, das angesichts der vielen unterschiedlichen Fahrzeugtypen auf dem internationalen Markt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Das Messprinzip der M=Wall bildet laut Messring eine genauere Ortsauflösung auf den Zellen als vergleichbare Produkte. Zudem soll die Positionsauflösung den Schwerpunkt der Kräfte, die beim Aufprall entstehen, exakt aufzeichnen können. Benutzerfreundlicher soll die Kraftmesswand durch die in die Zellen integrierte Datenerfassung sein. Das M=Bus-System erlaube nicht nur ein einfaches Verbinden der rund neun Kilogramm schweren Zellen sondern ermöglicht auch eine automatische Positionserkennung der Zellen im Gesamtsystem, betont der Crashanlagen-Experte.

Die ersten Einsätze der neuartigen Kraftmesswand sind laut Messring unter anderem in der Crashtest-Anlage der IAV Fahrzeugsicherheit GmbH&Co. KG im niedersächsischen Gifhorn sowie in einer neuen Crashtest-Anlage im chinesischen Shanghai geplant.

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