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26.11.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neues elektronisches Sperrdifferenzial FXD von BorgWarner

Autor:
Katrin Pudenz

BorgWarner hat ein elektronisches Sperrdifferenzial für frontangetriebene Fahrzeuge entwickelt, das, wie der US-amerikanische Zulieferer erklärt, Traktion, Handling und Stabilität verbessert, ohne Motorleistung einzubüßen. Die Technik namens Front Cross Differential (FXD), die laut Angaben weltweit erste, debütiert im 2013er Volkswagen Golf GTI mit Performance-Paket.

Frontangetriebene Fahrzeuge mit hoher Motorleistung ohne Sperrdifferenzial neigen oft dazu, ihre Kraft nicht verlustfrei auf die Straße bringen zu können. Besonders häufig ist dies vor allem bei nassen Witterungsbedingungen und schneller Kurvenfahrt zu beobachten, erklären die Entwickler des Zulieferers. Gebe der Fahrer vor einer Kurve zu viel Gas, reagiere der Wagen mit starkem Untersteuern. Verantwortlich dafür sei das Vorderachsdifferenzial, welches linkes und rechtes Vorderrad mechanisch trennt und wie eine Waage wirkt: Das Rad mit der geringsten Bodenhaftung bekommt die maximale Antriebskraft, erklären sie weiter und ergänzen, dass so jedoch keine Drehbewegung in die Kurve hinein stattfindet, da das kurvenäußere Rad zu wenig Kraft erhält. Um eine solche Situation zu vermeiden sowie Traktion und Handling weiter zu verbessern, haben die BorgWarner-Ingenieure das elektronisch geregelte aktive Sperrdifferenzial FXD entwickelt.

FXD verhindert Untersteuern im Ansatz

Im Gegensatz zu bremsbasierenden Systemen verhindert FXD ein Untersteuern bereits im Ansatz, betonen die Experten. Die präventiv ausgelegte Technik antizipiere das für die jeweilige Fahrsituation benötigte Drehmoment und stelle eine kontrollierte Sperrwirkung zwischen rechtem und linkem Vorderrad her. Schon bevor die Räder durchzudrehen oder zu rutschen beginnen, erhalte das Exemplar mit dem meisten Grip einen Großteil der Antriebskraft. Möglich machen dies Komponenten aus dem Allradbereich wie die elektro-hydraulische Generation V-Lamellenkupplung. Das neue System nutzt die gleichen elektro-hydraulischen Aktuatoren wie die kürzlich vorgestellte fünfte Generation der Allradkupplung, um eine kontrollierte Sperrwirkung zwischen linkem und rechtem Vorderrad herzustellen. Diese ermöglicht, abhängig von den Fahrbedingungen, eine Sperrwirkung von bis zu 100 Prozent. Das System steht außerdem in ständigem Kontakt mit der Bordelektronik und erhält Daten verschiedener Fahrzeugkomponenten, etwa zu Lenkeinschlag, Drehung um die Hochachse (Gierrate) und Motordrehmoment.

In einigen Situationen, beispielsweise beim Hinauffahren auf einen vereisten Berg, verbessere FXD darüber hinaus das Beschleunigen. Ermöglicht werde dies durch eine effektivere Nutzung der zur Verfügung stehenden Motorleistung im Vergleich zu bremsbasierten Traktionskontrollen, die dazu neigen, Leistung zu verbrauchen.

Dr. Stefan Demmerle, President und General Manager, BorgWarner TorqTransfer Systems, erklärt hierzu: "Im Gegensatz zu bremsbasierten Systemen ahnt unsere präventive Technologie das für die jeweilige Fahrsituation erforderliche Drehmoment voraus."

Die Fahrzeugstabilität erfahre eine weitere Verbesserung durch die systematische Verlagerung des Antriebsmoments auf das innere Rad, was das Eingreifen von bremsbasierten Stabilitätskontrollen bedeutend reduziere. Für eine einfache Installation entwickelt, bietet die FXD-Technik den Automobilherstellern eine wirtschaftliche und kraftstoffeffiziente Alternative zum Allradantrieb.

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