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03.12.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neues Prüffeld für das Kompetenzzentrum Akustik von Schaeffler

Autor:
Katrin Pudenz
1:30 Min. Lesedauer

Das Schaeffler-Kompetenzzentrum für Akustik im Technischen Entwicklungszentrum in Herzogenaurach wurde um ein Prüffeld erweitert. Auf 180 Quadratmeter Fläche wurden drei Prüfräume und ein sogenannter Schüttelraum eingerichtet und mit moderner Mess- und Computertechnik ausgestattet.

In dem Akustikzentrum gehen Schaeffler-Ingenieure mit modernen Analyseverfahren Geräuschen auf den Grund und geben wertvolle Hinweise, wo und wie Geräusche entstehen und wie sie bereits zu Beginn einer Entwicklung abzustellen sind. Zu den typischen Aufgaben gehören beispielsweise Untersuchungen von Luftschall und Vibrationsverhalten bei Fahrzeugantriebssträngen, sowie im Fahrwerk und dessen Komponenten wie Kugelgewindetriebe und Wankstabilisatoren. Hinzu kommen auch Wälz- und Gleitlager aller Bauformen und Typen, wie sie in Produktionsmaschinen, Wind- und Wasserkraftanlagen, bei der Bahn, in der Medizintechnik oder im Haushalt verwendet werden.

"Zur umfangreichen Ausstattung gehören eine hochwertige Luft- und Körperschallsensorik, Vibrometrie, Hochgeschwindigkeitskameras und diverse Berechnungs- und Simulationswerkzeuge inklusive Analysesoftware", erklärt Dr. Alfred Pecher, Leiter Akustik.

Das besondere an den Prüfräumen, zu denen ein großer Akustik-Fahrzeugprüfraum, ein Raum für Schwingfestigkeitsuntersuchungen und eine Werkstatt mit umfangreichen Adaptionsmöglichkeiten zählt, ist das "Raum-im-Raum-Konzept", wie es aus Herzogenaurach heißt: Diese Räume mit einer Grundfläche zwischen 30 und 50 Quadratmeter sind Quader, die auf Federn gelagert worden sind und sich frei vom restlichen Gebäude bewegen können. Dadurch seien sie von den Schwingungen des restlichen Gebäudes entkoppelt. Der größte Raum hat ein Gewicht von mehr als 130 Tonnen. Die Mauern der inneren Räumlichkeiten mussten eine besonders hohe Rohdichte haben (mindestens 2400 kg/m3) - spezielle Ziegelsteine aus Schweden wurden hierzu verwendet, verrät das Unternehmen. Innerhalb der Prüfräume wurden Decken und Wände mit bis zu 35 cm starken akustischen Breitband-Kompaktabsorbern ausgekleidet, um den messtechnisch sensiblen Anforderungen der Akustiker gerecht zu werden.

"Durch diese bautechnische Maßnahme ist es gelungen, auch den Eintrag von Außengeräuschen zum Beispiel von vorbeifahrenden Lkw in die Prüfräume auf ein Minimum zu reduzieren und technisch störungsfreie Messergebnisse zu erhalten", sagt Dr. Alfred Pecher.

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