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21.07.2002 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neuheiten von Bosch auf der IAA Nutzfahrzeuge 2002

Autor:
Laurin Paschek

Auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 12. bis 19. September in Hannover stellt die Robert Bosch GmbH zwei technische Innovationen ins Zentrum ihres Auftritts: das Common-Rail-System der zweiten Generation (Foto), das bei den Lastkraftwagen von MAN jetzt in Serie geht, und neuentwickelte Starter für Nutzfahrzeuge, die über ein Planetengetriebe verfügen. MAN wird seine neuen Sechszylinder-Reihenmotoren für die Lastkraftwagen des Typs TGA mit der Speichereinspritzung von Bosch ausrüsten. Das weiterentwickelte Common Rail soll dabei vor allem die Partikelemissionen reduzieren helfen – dies mit Blick auf die geplanten Abgasrichtlinien.

Neben der Verringerung der Partikelemissionen trägt das neue Common-Rail-System auch zu einer Absenkung des Kraftstoffverbrauchs bei einer gleichzeitigen Leistungssteigerung bei. Im Vergleich zur ersten Generation hat Bosch beim neuen Common Rail den Systemdruck von 1.400 auf 1.600 bar gesteigert, die Fertigungstoleranzen der Injektoren verkleinert und die Leistungsfähigkeit des Steuergeräts erhöht. Damit ist es möglich, den Kraftstoff im Brennraum feiner zu zerstäuben, ihn genauer zu dosieren und den Einspritzverlauf zu optimieren. Druckerzeugung und Einspritzung sind beim Common-Rail-System generell voneinander entkoppelt. Die Hochdruckpumpe wird vom Motor angetrieben und baut den im Kennfeld der Motorsteuerung festgelegten Einspritzdruck im Speicher auf. Durch den weitgehend frei wählbaren Druck kann der Verbrennungsprozess optimiert werden. Einspritzzeitpunkt und –dauer lassen sich so genau steuern.

Mit der Baureihe HEF95 präsentiert Bosch außerdem neue Starter für Nutzfahrzeuge, die dank eines Planetengetriebes gegenüber herkömmlichen, direkt übersetzten Startern erheblich kleiner sind. Sie zeichnen sich zudem durch eine Gewichtsersparnis von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell aus. Die HEF95 sind die nach Herstellerangaben weltweit ersten Vorgelegestarter für Nutzfahrzeuge mit einem elektrisch geregelten, zweistufigen Einspurvorgang. Blindschaltungen, also missglücktes Einspuren durch Verklemmen von Zähnen, sollen mit dem neuen Konzept ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wird der Verschleiß am Starterritzel und vor allem am Zahnkranz durch den sanften, zweigestuften Motoranlauf reduziert.

Die Laufleistung der neuen Starter konnte auf 800.000 Kilometer verdoppelt werden. Dank der besonderen Konstruktion mit einem frei ausstoßenden Ritzel lässt sich der Starter flexibel einbauen und ist unempfindlich gegenüber Umgebungseinflüssen. Ausfälle aufgrund Korrosion, Spritzöl oder Verpastung der Ritzelwelle durch Kupplungsabrieb sollen so vermieden werden. Die Hauptstromkontakte des neu entwickelten Ansteuerrelais sowie des Vorsteuerrelais sind konisch geformt, um den Abbrand weiter zu verringern und um Kontaktverschweißungen auszuschließen. Der Einsatz bleifreier Kohlebürsten unterstützt den Nutzfahrzeughersteller zudem, die neueste Altauto-Richtlinie zu erfüllen. Die zwei Modelle der Baureihe decken Dieselmotoren bis 9 und 12,5 Liter Hubraum ab und gehen Anfang 2003 in Serie.

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