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10.07.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Nora Exel erhält Otto-Kienzle-Preis

Autor:
Katrin Pudenz

Für Ihre Arbeit im Forschungsprojekt "Faserverlauf in AFP-Stählen" wurde kürzlich Nora Exel vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt ausgezeichnet. Der Vorstandsvorsitzende des Industrieverbands Massivumformung, Dr.-Ing. Stefan Witt, überreichte der 30-Jährigen den Otto-Kienzle-Forschungspreis. Der Preis wird an Nachwuchskräfte verliehen, die durch ihre Mitarbeit in der Gemeinschaftsforschung in besonderem Maße zur Erarbeitung von Ergebnissen und deren praxisgerechter Umsetzung beigetragen haben, berichtet das Fraunhofer LBF. Er ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro verbunden.

Die gewonnenen Projekterkenntnisse zum Faserverlauf in ausscheidungshärtenden- ferritisch-perlitischen(AFP)-Stählen werden ein verbessertes, werkstoffgerechtes Design von Schmiedebauteilen ermöglichen, heißt es. Zukünftig sollen Konstrukteure den Faserverlauf bei der betriebsfesten Bemessung und Bauteiloptimierung einsetzen. AFP-Stähle erfordern keine zusätzliche Wärmebehandlung und gestatten daher einen wirtschaftlichen Fertigungsprozess, heißt es. Vor allem in der Fahrzeugindustrie erlangen AFP-Stähle deshalb eine steigende Bedeutung, führt das Institut weiter aus.

Nora Exel wurde 1981 in Darmstadt geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Technischen Universität Darmstadt Bauingenieurwesen und war im Rahmen eines DAAD-Stipendiums für zwei Semester an der US-amerikanischen University of California in Berkeley. In den letzten beiden Studienjahren legte sie den Schwerpunkt auf den Bereich Stahlbau und insbesondere auf die Werkstoffmechanik. Nach dem Abschluss Anfang 2007 ist sie, wie es aus Darmstadt heißt, der Schwingfestigkeit und ihren Fragestellungen durch ihre Arbeit am Fraunhofer LBF treu geblieben.

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