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08.01.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Scania erforscht das automatisierte Lkw-Kolonnenfahren

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Scania leitet ein dreijähriges europäisches Forschungsprojekt zur Einführung automatisierter Kolonnenfahrten. Das Forschungsprojekt Companion will einen Weg für die praktische Umsetzung automatisierter Konvoifahrten im Alltag finden. Im Herbst 2016 soll das System komplett auf spanischen Straßen getestet werden.

In dem Projekt soll nicht nur das automatisierte Fahren selbst weiter untersucht werden. Geplant ist außerdem, ein integriertes Informationssystem für den Fahrer zu entwickeln, wie Scania erläutert. Dieses System soll dem Fahrer helfen, geeignete und erreichbare Fahrzeugkonvois (Platooning) zu finden. Bei einem integrierten System erhalten die Lkw-Fahrer Informationen darüber, wo ein Übergang zum Fahren im Konvoi möglich ist und wo er wieder verlassen werden kann. Das System stellt dabei Alternativen bereit, unter anderem unter Berücksichtigung der Witterungsbedingungen, der Verkehrssituation, der aktuellen Lieferzeiten sowie von Gewicht und Geschwindigkeit des Lastzugs. Zudem sollen die technischen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen für die Bildung der Fahrzeugkonvois weiter erprobt und geklärt werden.

"Wir hoffen, dass es uns mit Hilfe dieses Projektes gelingen wird, in Europa die großen Vorteile der Fahrzeugkonvois stärker ins Bewusstsein zu rücken", unterstreicht Sven-Åke Edström, Leiter der Fahrgestellentwicklung von Scania. "Notwendig ist jedoch eine Standardisierung bei der Unterstützung solcher Systeme sowie eine angepasste Gesetzgebung, was das Projekt ebenfalls klären wird.“

Daher haben die Parteien des Projekts außerdem den Auftrag, zu prüfen, wie gemeinsame Regeln in der Europäischen Union (EU) konzipiert werden können, dass Konvois mit hoher Fahrzeugdichte zugelassen werden können. Denn je kürzer der Abstand zwischen den Fahrzeugen, desto größer die Möglichkeit, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Dies setzt voraus, dass die Bordsysteme drahtlos miteinander vernetzt sind.

Für das Forschungsprojekt Companion werden insgesamt 5,4 Millionen Euro bereitgestellt, wovon die EU einen Anteil von 3,4 Millionen Euro übernimmt. An dem Projekt beteiligen sich außerdem Experten von Volkswagen Group Research, die Stockholmer Königlich Technische Hochschule (KTH), das Oldenburger Institut für Informatik (OFFIS), IDIADA Automotive Technology aus Spanien, die Science [&] Technology Corporation (S[&]T) aus den Niederlanden sowie die spanische Spedition Transportes Cerezuela.

Die Einführung sogenannter Fahrzeugkonvois auf europäischen Straßen könnte von erheblicher Bedeutung für die Senkung der Abgasemissionen sein. Die EU hat sich das Ziel gesteckt, bis 2020 die CO2-Emissionen um 20 Prozent zu reduzieren. Der Straßengüterverkehr hat heute einen Anteil von etwa 17 Prozent an den Gesamtemissionen.

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