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19.02.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Neuer Dreizylinder-Turbomotor für den Opel Adam

Autor:
Katrin Pudenz

Ein Jahr nach seinem Marktstart bekommt der Adam einen neuen Antrieb: einen Dreizylinder-Turbo-Ottomotor mit Direkteinspritzung. Vorgestellt wird der kleine Opel mit dem neuen Dreizylinder auf dem Genfer Automobil-Salon (6. bis 16. März). Mit bei dem Debüt dabei ist ein ebenfalls neu entwickeltes manuelles Sechsgang-Getriebe.

Der neue so bezeichnete 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo ist ein kompakter Vollaluminium-Benzinmotor mit Direkteinspritzung der in dem Internationalen Technischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entworfen worden ist. Erhältlich sein wird er in zwei Leistungsstufen: mit 66 (90) und mit 85 kW (115 PS). Beide liefern laut Angaben 166 Nm Drehmoment schon im niedrigen Drehzahlbereich ab 1800/min. Damit habe der neue Dreizylinder bei gleicher Drehzahl fast 30 Prozent mehr Durchzugskraft zu bieten als der 1,6-l-Saugmotor.

Der 85 kW starke Turbo hält das Drehmomentplateau bis 4700/min. Der Auspuffkrümmer wurde in den Auminium-Zylinderkopf integriert, der Krümmer ist unmittelbar mit dem kleinen, wassergekühlten Turbolader verschraubt. Diese kompakte Konfiguration fördere das spontane, kräftige Ansprechverhalten des Laders bereits bei niedrigen Drehzahlen.

Einspritzdüsen mit je sechs Öffnungen

Die Einspritzdüsen mit je sechs Öffnungen seien für einen effizienten Verbrennungsvorgang zentral über den Kolben positioniert, die zweifache Nockenwellenverstellung erlaube eine variable Ventilsteuerung zwecks optimaler Sauerstoffversorgung des Motors. Die zweistufige Ölpumpe sowie die abschaltbare Wasserpumpe - sie bleibt für eine schnellere Warmlaufphase bei kaltem Motor aus - sollen den Verbrauch reduzieren.

Mit der 66 kW starken Version liegt der Kraftstoffverbrauch des Adam im kombinierten Zyklus bei noch 4,3 l/100 km, die CO2-Emissionen unter 99 g/km, gibt das Unternehmen an (gemäß VO [EG] Nr. 715/2007, vorläufige Werte). Zur Effizienz tragen laut Angaben Merkmale wie die Direkteinspritzung, die variable Ventilsteuerung, die gewichtsparende Vollaluminium-Bauweise und die nach Bedarf arbeitende Wasserpumpe bei.

1.0 Ecotec Direct Injection Turbo mit zwölf Ventilen

Der 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo mit zwölf Ventilen ist das erste Mitglied einer komplett neuen Familie von Benzinmotoren mit kleinem Hubraum, die Opel in den kommenden Jahren einführt. Die Adam-Modelle mit 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo sollen bereits ab dem späten Frühjahr bestellbar sein und im Sommer in Produktion gehen.

Der 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo ist nach den 1,6-l-Benzin- und -Diesel-Triebwerken, die kürzlich rausgebracht wurden, der nächste Schritt in der Antriebsoffensive des Rüsselsheimer Automobilherstellers. Die drei neuen Motorenfamilien haben eine gemeinsame DNS. Den Opel-Ingenieure in Rüsselsheim ist es durch Neukonstruktion nach eigenen Angaben gelungen, die von gewöhnlichen Dreizylindern bekannten rauen Laufeigenschaften zu umgehen, ohne die Wirtschaftlichkeit des Motors in Frage zu stellen. "Wir haben nicht nur Verbrauch und Emissionen reduzieren können, sondern wollten auch zeigen, dass ein Dreizylinder mindestens ebenso viel Laufkultur an den Tag legen kann wie Triebwerke mit vier und mehr Zylindern", betont Dr. Matthias Alt, leitender Ingenieur für kleine Benzinmotoren bei Opel.

Der Motorblock aus Aluminium-Druckguss sei nicht nur leicht, seine Konstruktion dämme auch die Abstrahlung strukturbedingter Triebwerksgeräusche ein. Die Hochdruck-Einspritzanlage ist vom Zylinderkopf isoliert, um die Übertragung von Schwingungen zu vermeiden; selbst die Kraftstoffpumpe und -leitungen wurden akustisch optimiert. Darüber hinaus sorgt die in die Ölwanne integrierte Ausgleichswelle für Laufruhe. Angetrieben von einer Zahnkette für geschmeidigen Betrieb, drehe sich die Welle exakt gegenläufig zur Kurbelwelle, erläutern die Ingenieure. Aufgrund dieses Massenausgleichs werden die für einen Dreizylinder typischen Eigenvibrationen fast vollständig ausgeblendet, wird weiter erklärt. Als weitere Maßnahmen zur Geräuschreduzierung kommen zum Einsatz: akustisch optimierte Abdeckungen vorne und oben am Motor, die speziell ausgeführten Ansaugkrümmer und Nockenwellengehäuse, die isolierte Kurbelwelle mit Metall-Hauptlagerschalen, die Nockenwellen-Zahnkette, der leise laufende Turbolader und eine abgeflachte Ölwanne aus Stahl.

Das Ergebnis, so berichten die Ingenieure ist, dass der neue 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo ist nicht nur laufruhiger als andere Dreizylinder ist, er ist auch leiser als viele Vierzylinder-Motoren. Vergleichstests zeigten, so heißt es aus Rüsselsheim, dass das Geräuschniveau der Neukonstruktion bei Volllast über das gesamte Drehzahlband hinweg niedriger ist als bei vergleichbar starken Benzin-Saugmotoren mit 1,6 Liter Hubraum.

Neues Schaltgetriebe

Der 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo ist im Adam an ein neu konstruiertes Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Mit seinem kompakten Design und 37 kg Trockengewicht ist es rund 30 Prozent leichter als die Einheit, die es ersetzt, nennt das Unternehmen Zahlen.

Das neue Getriebe zeichnet sich laut Angaben durch Präzision aus: Mit kurzen, exakten Schaltwegen bei geringem Kraftaufwand bietet es großen Schaltkomfort. Das Aggregat verfüge über zahlreiche Merkmale der kürzlich von Opel eingeführten nächsten Getriebegeneration. Dazu zählen Klauenräder mit weiter, asymmetrischer Verzahnung, eine Dreifachkonus-Synchronisation im ersten und zweiten Gang sowie die Doppelkonus-Synchronisation der Gänge drei und vier. Auch der Rückwärtsgang ist synchronisiert. Nach dem Debüt im Adam soll das neue Getriebe sukzessive auch in weiteren Opel-Modellen zum Einsatz kommen.

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